Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

2Z2 Römisches Recht.
3» der Art der Ausführung kann dem Vers. das Zeugniß
nicht versagt werden, daß er fast in allen Beziehungen da»
geleistet habe, was fein Plan von ihm forderte. In alley Ma-
terien wird in das größte Detail, so weit dieses bei einem
Handbuche überhaupt verstanden rperden kann, eingegangen;
überall werden nicht nur die Quellen, sondern auch die Mei-
nungen der Bearbeiter der Rechtsgeschichte, angeführt, und
zwar — was besonders wichtig ist, — beide nicht blos im All-
gemeinen, sondern speciell, für jeden einzelnen Satz und jede
einzelne Meinung ; unverkennbar ist auch das Bemühey, in al-
len Stücken ein bestimmtes klar ausgedrücktes Resultat zu lie-
fern, wa» das Buch für das Selbststudium hefonders empfeh,
lenswerth macht; nur hin und Wieder scheint die jetzt in Hand-
büchern leider so beliebte Methode, den Text Räthsel aufgeben
zu lassen, welche erst die Noten und auch diese nur durch ein
nachzuschlagendeS Citat lösen, der Klarheit in der Entwickelung
Abbruch gethan zu haben. Endlich ist auch der Dortrag im
Ganzen leicht und natürlich, die Sprache mit wenigen Aus-
nahmen rein, der Ausdruck angemessen, zwischen Weitschweifigkeit
und dunkler Kürze die gehörige Mitte gehalten und nicht leicht,
eine Materie vor der andern, besonders begünstigt. Zu tadeln
wäre vielleicht, daß besondere in der inner» Rechtsgeschichte,
wo oft ein sehr reiches Material zu verarbeiten war, hie und
da mehr nur zusammengestellt als aus Principien entwickelt
ist, was zumal bei dem an sich löblichen Streben nach Kürze
öfters die Einsicht in die behandelte Lehre sehr erschwert. Doch
muß man dabei den Zweck des Verf.'s, immer auch eine Nach-
weisung der Quellen für das Einzelne zu geben, welcher bei
dem Entwickeln aus Principien ohne Weitlauftigkeit schwer zu
erreichen war. billig berücksichtigen.
Alles dieses nun zusammengenommen, wird gewiß Nie-
mand verkennen, daß der Vers., dem die Rechtsgeschichte auch

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