Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

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Fastoi'et, hist. <1. 1. Icgisl.
wissermaaßen selbst als Heroen galten, mit dem Rath und dem
Volke, welches die vorgeschlagnen Gesetze annehmen oder ver-
werfen konnte, hat mit den im Homer geschilderten Staatsfor-
men mehr oder weniger Achnlichkeit, und ist in dieser Hinsicht
als ein Spiegel der heroischen Zeit zu betrachten. Wenn nun
von diesem Standpunkte die Stellung der Spartanischen Kö-
nige, ihre Gewalt, und ihre Ehrenrechte sich geschichtlich erklä-
ren, und mit dem Griechischen Volksleben in Verbindung setzen
lassen, so hat eS der Hr. Vers, für genügend gehalten, die Be-
standtheile der Königlichen Gewalt ohne ein leitendes Princip,
und als mehr oder weniger willkührliche Bestimmungen der
Lycurgischen Gesetzgebung der Reihe nach aufzuzählen, da doch
Lpcurg, den ich mit Müller nicht für eine bloß mythische
Person halten möchte, die ursprünglichen Satzungen des Aegi-
mius wieder hergestclkt (Müller II, i5.), und auf geschicht«
lichen Grundlagen, auf volksthümlichen politischen und mora-
lischen Ansichten und Zuständen den Lacedämonischen Staat er-
richtet hat, in dessen Organismus nicht nur eine unbewußte
Naturthätigkeit, sondern ein durchdachter Plan zu Erreichung
gewisser Zwecke durch weislich berechnete, ineinander greifende
und sich wechselseitig unterstützende Einrichtungen wahrzuneh,
men scpn dürfte. — S. 222. In Aufzahlung der den, Köni»
gen zuständigen Rechte vermißt man die gehörige Genauigkeit,
wie, eine oberflächliche Vergleichung mit der Müller'schen Aus-
führung auf dem ersten Blick zeigt. Unter der Svfio-
ai« im Tenophon (Laconica 15, 4) ist nicht une salle parti-
culiere pour les repas communs, sondern entweder nach
Schneider convictus publicus (s. d. fad, s. h. v.) oder
mit Müller (107. n. 5, wo i5, 6 statt 4 citlrt ist) rin Zelt
zur Wohnung der Könige außerhalb der Stadt zu verstehen
ist. — Daö Citat (Rote rz. S.22Z.) ist, wie viele andre, un«
richtig,, und muß statt dessen Plutarch Agesil. c. 19. gesetzt

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