Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

Nordische Recht.

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DaS f. g. weltliche Gesetz ist ein im Anfänge beö Jah-
res 1522 gegebenes allgemeines. Stadtrecht, wobei Hollän-
dische Rechtsquellen und Einrichtungen benützt worden stad;
das s. g. geistliche Gesetz ist nicht wirklich erlassen, sondern
rin jüngerer Gesetzentwurf für ein allgemeines Xandrccht, des-
sen Ausführung aber durch des Königs Absetzung 1525 verhin-
dert wurde. Beide zeichnen sich aus durch kräftige Bestimmun-
gen zum Schutze des von dem Adel gedrückten Bürger» und
Bauern-Standes, so wie durch große Beschränkungen der ka-
tholischen Geistlichkeit (Aufwandverbote, Einschränkungen der
Immunität, Ermahnung zum Heirathen). Besonders war
der König in dem etwas jüngern für das Land bestimmten Ge-
setze noch weiter gegangen (daher der ihm spater beigelegte
Name), so daß seine Einführung schon damals die Kirchen-
Reformation in Dänemark würde veranlaßt haben.
In beiden Gesetzen hat der König auch Manches aus deut-
schen Reichsgesetzen entlehnt.
Noch sind die rechtSgeschichtli'chen Arbeiten des Df. jur.
(und ehemaligen Beamten) Gustav Ludwig Baden, der
schon lange sich besonders als Geschichtsschreiber bekannt ge-
macht hat, zu erwähnen. Sie finden sich jetzt gesammelt in:
Afhandlinger i Fadrenelandets Cultur», Stats-,
Kirke» vg Literar-Historie. Z Bände. 8. Kjöbenhavn.
1821. 22.
B. I. Nro. 1. Die Ursachen des Aufhörens der Achtung,
welche die Vorzeit für Dinggerichte hegte« S. l —56.
Nro. 4. Dänemarks innere Verfassung, mit Rücksicht aus
die Staats-Constitution, von Waldemar'S II. Tod bis zur
Kalmarifchen Union. S. 219 —508.
Bd. II. Nro. 7. Der Dänischen und Norwegischen Städte
Ursprung, Emporkommen und Verdienste um die Kultur. S. l
— 60.

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