Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

Nordische Recht. io5
daß Dieses nicht sehr schwer fey, haben schon mehrere Deutsche
Rechtsgelehrte durch ihr Beispiel gezeigt. Wir dürfen daher
hoffen, daß die Beschäftigung mit Nordischer rcchtSwiffenschaft-
licher Literatur immer allgemeiner werden wird.
Was nun die Uebersicht über die neuern Erzeugniffe der-
selben betrifft, so muß dieselbe nolhwendig in zwei Hauptab-
schnitte zerfallen, nämlich in die Dänisch- Norwegische und in die
Schwedische Literatur, nicht nur, weil der neuere Norden zwei,
wenn gleich sehr verwandte, Hauptschriftsprachen, die Dänische
und Schwedische hat z), sondern weil auch die, Jahrhunderte
lang. Statt gefundene Trennung desselben in zwei von einan-
der vollkommen unabhängige, meistens feindlich stch gegenüber?
sichende Staaten, mit verschiedenen Verfassungen, bewirkt hat,
daß die NechtScntwickelung im Einzelnen, und die rcchtswissen-
schaftliche Bildung sich in jedem mehr oder minder cigenthüm»
sich und abweichend gestaltet hat. In der dritten Schriftspra-
che, der Isländischen, oder alt > Nordischen, werden so gut wie
gar keine rkchkswissenschaftliche Schriften mehr geschrieben, weit
sie ein zu kleines Gebiet Island kann daher, in die-
sir Rücksicht zur Dänisch. Norwegischen Literatur geschlagen
werden.

Erster Abschnitt.
Dänisch-Norwegische Literatur.
Obgleich Dänemark und Norwegen seit i8>4 nicht mehr
Einen Staat ausmachen, so bilden sie doch fortwährend eine
wissenschaftliche Einheit, da der Gang ihrer Bildung, durch
eine mehr als vierhuiidcrtjährige enge Vereinigung, derselbe gc»
wesen ist; uud dieses gilt namentlich auch in rechtlicher Rück-

O Vcrgl. ebendas. S. Z3f.

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