Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

loo

Strafrecht.

Theile nach) das gemeine Recht gilt, uns den Zustand der
f. g. gemeinrechtlichen Praxis und ihre Fortbildung zeigt,
und für diesen wichtigen Punkt ein Organ wird, an dem eß UNS
bisher ganz mangelte.
Die beiden vorliegenden Bande zeigen uns auch, daß der
Herausgeber weiß, auf eine tüchtige Weise die Lösung seiner
Aufgabe zu beginnen. Sie enthalten besonders eine Menge der
interessantesten Rechtsfalle sowohl aus Deutschland,, als aus
andern, auch außereuropäischen, Ländern, mit theils ausführ-
licher (der Deutschen), theils kurzer Entscheidung derselben, so
wie auch sehr interessante Notizen über Gefangenanstalten u»
dergl., und Ref. ist überzeugt, daß diese Sammlungen nicht
blos dem Manne vom Fach für seine Wissenschaft und Praxis
Von dem größten Nutzen, sondern auch für jeden Gebildeten
von großem Interesse seyn müssen, und von ihnen das Gleiche
gesagt werden kann, was v. Feuerbach (welcher auch, einen
höchst merkwürdigen und meisterhaft dargestellten Rechtefall
„Tartüffe als Mörder" in dem 2ten Band dieser Annalen lie-
ferte) in seiner „Darstellung merkwürdiger Verbrechen" Vorr.
S. i. von den von ihm herausgegebenen Rechtsfallen erzählte.
Ref./der den eifrigsten Anthcil an dem, durch die Persönlich-
keit des geistreichen und gelehrten Herausgebers verbürgten,
Fortgange dieser Annalen nimmt, erlaubt sich nur, noch, einige
Desiderien in Beziehung auf die Einrichtung derselben dem Er-
messen des Herausgebers zu unterstellen. Ein Hauptwunsch
des Ref. war, daß in die Annalen vor Allem kurze Uebersich»
ten über dir in den einzelnen Deutschen und andern Staaten
geltenden Strafrcchtsquellen, über den Hauptcharakter und In-
halt dieser Quellen, namentlich auch in Beziehung auf Straf-
arten und Strafprozrßform gegeben werden möchten, indem wiv
nur dann die uns mitgetheilten Entscheidungen gehörig würdi-
gen und den Zustand der Praxis im Verhältnisse zur Legislation

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