Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

Wechselordn, für d. K. der Nieder!. 14?
gon (eben jetzt in Frankreich neu von Boulay-Path her«
ausgegeben) gehören noch immer zu den ausgezeichneten, see.
rechtlichen Werken. Der geltende Code de Commerce muß
überhaupt nicht als ein neues Recht enthaltendes Gesetzbuch
betrachtet werden, sondern ist dadurch besonders beachtungswür-
dig, daß er auf die Grundlage der ordonnance maritime von
1631 und der ordon. de commerce von 1673 gebaut ist. Daher
sind auch die alteren zuvor genannten franz. Schriftsteller über
Seerecht^und die Schriften von Dupuh de la Serra, Po-
thier und Jousse über Wechselrecht, noch immer brauchbar,
und es ist ein Fehler mehrerer neueren Commentatore» zum
Code de Comm., daß sin so wenig (Boulap-Paty in seinem
tresstichen Werke: Cours de droit cornmercial maritime, Po-
ris 1821. IV toI. macht eine rühmliche Ausnahme) auf das al-
tere Recht und die altere Jurisprudenz Rücksicht genommen
haben. UebrigenS werden die Werke von Dincens, Par,
dessuS, und Mongalvy et Germain über den Code
de Commerce auch von jedem deutschen handelsrechtlichen Ju.
risten gut gebraucht werden können; wahrend der Erste, sehr
vertraut mit den Handelsverhaltnissen, den Geist der einzelne»
Vorschriften, und die^ Grundsätze von welchen der Gesetzgeber
ausgieng aufsucht, eine strenge Kritik übt, die Controversen
entwickelt, und die in jeder Lehre ergangenen Arrets der Ge,
tichtshöfe mit großer Sachkenntniß prüft, spricht die große Klar-
heit der Darstellung und die praktische Richtigkeit seiner Be«
Hauptungen bei dem Werke von Pardessus die Juristen an,
und Mongalvy's Werk bietet den Vortheil der Exegese der
einzelnen Artikel und der Sammlung der auf die Anwendung
der Artikel bezüglichen Entscheidungen. —
Der Code de Commerce hat für Deutschland noch ein
anderes Interesse in so ferne er die Grundlage anderer Han«

io..

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