Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

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Civil-Procrß.

bas Verdienst der Verfasser keineswegs gemindert, sondern al-
lein der Sache genützt werden.
Ref. halt es für angemessen, mit seinen Bemerkungen über
den Entwurf im Wesentlichen der Ordnung der in der Rubrik
aufgeführten Schrift von Puchla, welche zugleich zu beurthei-
len ihm obliegt, zu folgen. Diese Schrift soll nach der Absicht
ihres Verfassers als Einleitung zu dem Entwürfe der Proceß«
Ordnung dienen, und daher die wichtigsten Bestimmungen der
vorgeschlagenen neuen Ordnung deö Verfahrens und der ihr zu
Grunde liegenden veränderten Gerichts «Verfassung in Verglei»
chung mit dem Bisherigen nebst Motiven darstellen. Nach die-
sem Plane sind nun auch die wichtigeren Abänderungen des bis-
herigen Verfahrens besonders ausgehoben, und in einer dem
Zwecke entsprechenden Ordnung zusammengestellt (nur hatte
Ref. gewünscht, daß die Erörterungen über die Veränderungen
in der Gerichts-Verfassung bemfenigen, was sich auf die Ver-
änderungen im Verfahren bezieht, vorangestellt worden waren.)
Aber nicht blos auf die Motive des Entwurfes wollte sich der
Verf. beschranken; sondern seine Absicht war Überhaupt auf Be-
trachtungen über denselben gerichtet» Daher hat sich der Verf.
auch darüber, was nach seiner Meinung an dem gemeinschaftli,
chen Werke in Form und Materie hier und da zu ändern wä-
re. ausgesprochen.
Wenn es in unserer das Gesetzgebungswesen so sehr begün-
stigenden Zeit nicht fehlen kann, daß auch solche, wel-
chen eS an umfassenden positiven Rechts-Kenntnissen und an
der nöthigen Erfahrung fehlt, im Vertrauen auf ihren vermeint-
lichen philosophischen Geist sich im Gebiete der Legislation Versio
chen: so ist es um so erfreulicher, wenn rin Mann, wie Puch«
ta, der gründlicher Theoretiker und erfahrener Praktiker zugleich
ist, die Resultate seines durch Erfahrung gereiften Nachdenkens
über Gesetzgebungs-Gegenstände mittheilt.

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