Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

48 Strafrecht.
seyen daher die Strafgesetzgebungen aller der Völker, in deren
Vereinen die Idee der Gerechtigkeit in eigenthümlicher Gestalt
hervorgetreten se§." Daß der Vers, die Philosophie nicht zu
den Hülssmitteln, sondern zu den Quellen der St.RW. zahlt,
oder, wie er a. a. O. S. 155. sagt, „mehr als integrirenden
Lheil derselben" betrachtet, folgt aus seiner Ansicht von St.RW.
von selbst. Hiernach, und nach manchen weiteren Aeufferun»
gen des Vers., z. B. Bd. I. S. i53. IZ4. i4°. f. Vorr. S.
XIV—XVI. Bd. II. S. Z. 5. 12. 45. soll, mit andern Wor-
ten, in diesem Werke gegeben werden, das natürliche oder phi-
losophische Strafrecht verbunden mit Criminalpolitik, besonders
in Anwendung auf die Verhältnisse unsrer Zeit, nebst einer Dar-
stellung der „hervorstechendsten Gesetzgebungen (und der Praxis)
aller Zeiten und Raume" und einer Philosophie dieser positi-
ven Rechte. Dabei will der Vers. (B. I. S. XV.) zugleich
die Ausbeute, welche die Forschungen der Criminalisten unsrer
Zeit geliefert haben, an Einem Orte sammeln, um mit Einem
Blicke den jetzigen Stand der Wissenschaft übersehen zu lassen
und ln engem Raume so manches Treffliche zu vereinigen und
dadurch gemeinnütziger zu machen. Dadurch will er „alle ver-
einzelten Strahlen der Wahrheit in einen gemeinsamen Brenn-
punkt sammeln, die Schule und das Leben, die Praxis und die
Theorie mit einander befreunden und versöhnen und zwischen
Vergangenheit und Gegenwart überall das bindende Mittelglied
Nachweisen."
Der Vers, wird zwar nicht mit der Art übereinstimmen,
wie dessen Plan oben vom Res. in andere Worte übersetzt
wurde. Allein nach der ganzen Anlage und Ausführung des
Werkes schon laßt sich kein anderer Plan annehmen; auch ließe es
^ sich wohl leicht zeigen, daß auch in des Vers. Worten am Ende
nichts andres enthalten ist, und daß selbst sein Eifern gegen den
Gegensatz zwischen natürlichem und positivem Rechte theils auf

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