Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

Bentham, theor. d. pein. ct d. recomp. 21
freieste Concurrcnz bei den dem Staate zu leistenden Diensten
nochwendig sei, weil das bekannte Gesetz der Nat. Oekonomie,
daß nur durch sie die größste Wohlscilheit und die größste in«
nercGüte erreicht werden könne, vollkommen auf jede Art von
Dienstleistung anzuwenden sei. — Die beiden letzten Kapitel
(vors denen das ersiere nicht vom Vers., sondern von Dumont
herrührt,) enthalten Betrachtungen über die Zuläßigkelt der Be-
lohnung tugendhafter Handlungen, und die Aufzahlung der Ne-
benanwendungen der Gur«Materie. Res. hat nichts besonders
ausgezeichnetes hierbei bemerkt.
Nach dieser Auseinandersetzung seiner allgemeinen Grund-
sätze geht der Berf., nach dem oben S. 16. bemerkten Plane
zu einigen einzelnen Anwendungen derselben über.
Zuerst (im 2ten Buche, S. 165 — 235. giebt er eine Ab-
handlung über die Amtßgchalte der Staatsdiener, als eine der
am häufigsten vorkommenden Staatöbclohnungen. Diesen Ab-
schnitt des Werkes hält Nef. für einen der schwächsten, indem
der Satz, von dem B. hier ausgeht, offenbar schief ist. Er be-
hauptet nämlich, alle Amtsgehalte seien keine Belohnung für ge-
leistete Dienste, sondern blos eine Bezahlung für den Akt der
Ucbernahme des Amtes, welche verschiedene Nachtheile für den
Annehmenden habe, und der Beamte thue nur so weit Dienste,
als nöthig sei, um sich gegen Wiederentziehung dieser Bezah-
lung sicher zu stellen. Der einzige Grund, welchen der Berf.
für diese höchst sonderbare Behauptung aufzustellen weiß, ist
der, daß wenn die Besoldung eine Belohnung wäre, sie mit der
Quantität und Qualität der würklich geleisteten Dienste steigen
und fallen müßte. Dieses sei nicht der Fall, also u. s. w. —
Ref. halt es für lediglich überflüssig, sich mit der Widerlegung
eines so offenbar falschen Satzes abzugcben. — Die Regeln,
welche der Vers, in Beziehung auf die 'zweckmäßigste Einrich-
tung der Amtsgchalte angibt, sind wohl größtcntheils richtig.

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