Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

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Bontbam, theor. d. pein, et d. recomp.
lichen [&♦ h. der Staats-I Belohnung muß immer größer seyn
als die Summe der Kosten und Unannehmlichkeiten, welche die
Verrichtung'des Dienstes auflegte. 2) Die künstliche Belohnung
darf also in demselben Verhältnisse geringer scpn, als-die na-
türliche bedeutender ist. 2) Wenn der Dienst verschiedene Gra-
de der Nützlichkeit hat, so muß auch die Belohnung nach den»
selben abgestuft sehn. 4) Wenn zwei Dienste mit einander con-
curriren, so ist der nützlichere um so viel höher zu belohnen,
daß er vorgezogen werden muß. Die Ausführung dieser Sa-
tze, namentlich die der beiden letztern, ist vortrefflich.
B. erörtert hierauf die Grundsätze hinsichtlich der Wahl
der Belohnungen, und hier zahlt er, wie früher bei den Stra-
fen, die einzelnen wünschenswerthen Eigenschaften derselben auf,
und will, daß eine S'taatsbelohnung sei: 1) theilbar; — 2)
in sich selbst gleich; — z) vergleichbar, commenfurabel
mit andern Belohnungen; — 4) ein druck machend; — 5)
wohlfeil; — 6) dem Dienste analog; — 7) volksthüm-
lich; — 8) Früchte tragend durch weitere Aufmunterung
zur Anstrengung. Als die Bclohnungsart, welche die Mehrzahl
dieser Forderungen in sich vereinige, nennt er die Geldbclohnun»
gen. Ref. ist nicht dieser Ansicht, und stützt sich dabei auf die
eigenen Gründe des Derf's, welcher sie als nicht eindruckmachend,
nicht analog, nicht volksthümlich und nicht — wenigstens wenn
sie eine gewiße Höhe übersteigen— fruchtbringend erkennt. Sehr
anziehend dagegen sind die Betrachtungen über die Ehrenbeloh-
uungen.
In dem nächsten (i2ten) Kapitel entwickelt der Verf. mit
seiner eigenthümlichen Scharfe einen auffallenden Gedanken, näm-
lich den, daß ein öffentlicher Widerspruchs-Advokak'für alle Fälle
einer Staatsbelohnung aufzustellcn sei, in der Art des adroca-
tus diat»oli beiCanonisationen. Res. muß jedoch hierbei seinen
Zweifel äußern, ob bei unserem, itzt gleichgültig ob richtigen oder

» ..

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