Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

133

Neucntdecktt Quellen, Aegypt. Urk.
aus unsrer Stelle hervor die, schon damals statt findende, Rich-
tung, den privilegiis exigendi eine dingliche Natur beizulegen.
(Die FiscuS» Beamten wollten gültig bestellte Hypotheken an»
greifen Z. 19., das einem andern Gläubiger Gezahlte diesem
wieder abnchmen Z. 20., Sachen,, die der Schuldner verkauft
hatte,' in Anspruch nehmen Z.20.). Noch wurde dieses gewiß-
billigt, g. »8. M» aber es war wohl die Vorbereitung zu der
später zugegebnen gesetzlichen Hypothek de» FiscuS. Auch
ist bas, was den Fiscus-Beamten gestattet wird, Theile
des Schuldnerischen Vermögens in Beschlag zu nehmen, (Z.22.)
schon etwas dem Pfandrechte sich Näherndes; etwa zu vergleichen
dem, was in den neuern Pfandrechten unsrer Zeiten ein Pfand»
rechtS-Titel pflegt genannt zu werden. Noch auffallender und
eben dahin gehörig ist, baß sie den Schuldner sogar durch öf-
fentliche Bekanntmachung den Abschluß von Vertragen mit dem
FiscuS-Schuldner wehren können (Z. 22.), unstreitig mit der
Würkung, daß die Fiscusfoderungen denen aus einem ohnerach-
tet dieser Bekanntmachung etwa errichteten Geschäfte Vorgehen.
Ist nun dieses hier als unzweifelhaft anerkannte Recht etwa
auch ein Stück des alten ins praediatorium? Dunkel ist da-
bei was heißen soll xavs%£.<sd'ai> airs to ovoua, was auch
gestattet ist. Könnte Man ovoua als Latinismus für nomen,
Federung, nehmen, so wäre Alles klar: aber schwerlich ist das
zulaßig. Eine ähnliche Richtung auf etwas Dingliches zeigt sich
auch in den Ausdrücken, welche vom Rechte der Frau an der
Dos gebraucht werden, von der es schon heißt, sie gehöre nicht
dem Manne (sondern der Frau) I. 25.
Dom übrigen Inhalte der Inschrift hebe ich noch au»,
daß Z. io—r5. die Beschwerde für gegründet anerkannt wird,
daß ein Vorgänger des Präfccten gegen den allgemeinen Ge-
brauch der Provinzen zur Pachtung von Jollen re. gezwungen

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer