Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

Neuentdeckte Quellen, Pompei- Inschr. ir;
Gori simbole Romane tom, II. num, 121. gegeben haben
soll, zugleich ankündigend daß die Juristen sich vielfach in Be-
wegung gesetzt haben, sie zu erläutern: aber, weder eine ge«
naue Angabe der Inschrift scheint von ihm geliefert, noch von
den juristischen Erläuterungen irgend etwas bekannt geworden
zu sein (ArLili S. 25 »or. b). Der zweite Entdecker aber
(i3i.d), Arditi, gibt, ausser dem vollständigen Texte, auch in
die juristische Literatur tief eingehend, viel Erläuterndes.
Bekanntlich sind die bisherigen Nachrichten über die lex
Petronia sehr sparsam, bestehend einzig in einer wenig sagen-
den Stelle ModestinS D. 48, 8 l> Cornelium de sicariis
1. ii. jj. 2. und Vielleicht einer zweiten Hermogeniaiis v. 40,
I d. manumissis 1. 24. Sehr wenig begründet und schwan»
kcnd sind daher auch alle Dermuthungen über Zeit und In»
halt jenes Gesetzes, besonders deswegen, weil bei den manchen
Nachrichten über Milderung der Lage der römischen Sklaven,
worauf man glaubt diese lex beziehen zu müssen, meistentheils
auf ganz andre Rechts-Quellen zurückgegangen, dieser lex so
gar selten erwähnt wird. Novrdkerkö bekannte Schrift über
dieselbe gibt einen ziemlich vollständigen Begriff von der Dun-
kelheit dieses Gegenstandes. Sehr willkommen ist also die neue
Nachricht; wenn gleich auch sie nur um ein Weniges weiter
fördert.
Die Zeit der Inschrift ist, durch die Zerstörung Pompejis,
mit Gewißheit festzusctzen auf älter als 79 unsrer Zeitrechnung
(unter Vespasianus oder früher); und damit die gleiche spa-
teste Granze für bas Zeitalter unserer lex gefunden, und die
widerlegt, weiche sie unter Hadrianus oder Antoninus Pius set-
zen. Arditi (S. 45.ff.) geht weiter. Weil nachPaeit. Annal.
iAt i7* das Theater in Pompeji auf 10 Jahre, von 59 bis
69 unserer Zeitrechnung, geschlossen wurde, und nach Tacit.
Annal. 15, 22. Senec. quaest. natur. 6, I. schon im Iahte

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