Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

3.2.1.3. Inschriften aus Pompeji

irr

Römisches Recht.
Diese Proben stehen hier durchaus nicht, um zu erschö-
pfen, sondern um zu sorgfältigem Gebrauche anzurcizen. Denn
vorzugsweise bei dieser keinekwegeö lichtvollen Schrift scheint
nur recht genaue Erwägung und Combination mit andern Nach»
richten geeignet, das in ihr Enthallne vollständig zu Tage zu
fordern.

VI. Inschriften aus Pompeji.
Pompeji und Herculanum, aus deren Ruinen die Kunst-
Geschichte schon so viel Gewinn gezogen, gaben bisher man-
chen Zweigen der Alterthumskunde langst nicht die Ausbeute,
welche man hoffte, namentlich den dem Rechts-Gelehrten na-
her liegenden Theilen, so viel mir bekannt, noch nichts. Zwei
1814 und 1817 in Pompeji gefundne, 1817 bekannt gemachte
Inschriften enthalten nun einiges Juristische. Seien sie die
Dorlaufer von viel Wichtigerem!
Cav. Arditi, la legge Patronia illustrata col mezzo di
un' antica inscrizione rinvenuta ncll anfitealro diPom-
pei, Napoli, tipografia Chianese, 1817. XII u. 64 S. 4*
erläutert die eine dieser Inschriften ausführlich, und gibt den
Text auch der zweiten.
I. Jene am Picdestal einer (jetzt dort nicht mehr befind-
lichen) Statue stehend in einer Nische des Amphitheaters lautet:
0. CUSPIUS C. F. PANSA PATEB. r>. ü. I. D..
IUI. PRAEF. ID. EX D. D. LEGE PETROU.
oder nach Arditis Auflösung, Caius Cuspius Caii filius Pansa
pater duovir iuri dicundo quartum (sive quarto) quinquennalis,
praefectus idem ex decreto decurionum lege Petronia. Schon
1749 als Martorclli zuerst das Amphitheater öffnete, mag diese In-
schrift bemerkt sein, zufolge einer Nachricht, die er davon in

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