Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

95

Schilling, Arch. f. Kam. R. und Staats-Dcrw.
des gerichtlichen Verfahrens durch Erhebung von Gebühren für
die mannigfaltigen richterlichen Handlungen, noch vertragt es
sich mit Beibehaltung der geistlichen Gebühren, daher sollten
sie .... ganz abgeschafft werden, von Alex. Müller (Reg.
R. in Weimar.) Seite i—Zo.
III) Nachtrag zu nr. I. Sekte 57—59.
Der Verf. nimmt, wie die lange Ueberschrift beweist, zwei sehr
verschiedene Gegenstände zusammen, zwischen welchen gar kein
innerer, (und ausserdem, daß der Verf. auch ein Kirchenrecht
geschrieben hat, auch kein äußerer) Zusammenhang statt fin-
det; Rec. erlaubt sich dieselben zu trennen:
'1) Der Verf« verwirft die Gerichts-Sporteln, weil er sie
weder recht- noch zweckmäßig findet. Den Beweis liefert er
theils aus der Geschichte des Sportel-Wesens, mit der er weit
ausholt, theils aber, und das ist die Hauptsache, aus der Pflicht
des Staates die allgemeinen Staatslasten unter allen Staats-
bürgern gleich zu vertheilen; nun seien aber, meint er, Kosten
für die Justiz eine allgemeine Staatslast, also u. s. w.
Rec. laßt sich auf die Discüssion dieser schon so unzählig
oft besprochnen Frage hier umsoweniger ein, als es dem Perf.
nicht einmal gefallen hat, die vielen bei weitem schlagenderen
und tiefergriffnen Gründe und Gegcngründe, welche andere
Schriftsteller, wie z. B'. A. Smith, Bd. V. Abthl. 11. für
die Gerichtsgebühren; Be ntham (ll?I>«or. d.pein. et d. rec. II.
197. sq.) Craig, B. III. Cap. 7. gegen dieselben aufgestellt
haben, im mindesten zu benützen, und dadurch seiner Abh. eine
größere Vielseitigkeitrund Eigenthümlichkeit zu geben: nur die
Bemerkung erlaubt er sich hinsichtlich des vom Verf. an die
Spitze seines Raisonnements gestellten Grundsatzes, daß derselbe
(nämlich alle Staatslasten seien gleichmäßig unter die sammt-
lichen Staatsangehörigen blos nach dem Maasstabe ihres Ein-
kommens, und ohne Rücksicht ob der Einzelne auch Aulhcil an

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer