Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

3.1.10. Schröter. Observationes juris civilis. Jena, ap. Cröker. 1826

8o

Römisches Recht.
Schröter, (A. G- de, P. P. O. Jen.) Observatio-
nes juris civilis- Jena, ap. Cröker. 1626. 109©.
gr. 8. (Preis 1 fl.)
^ Die vorliegende Schrift des Verf's enthalt eine Reihe von
Observationen, welche sich meistens an die letzten Verhandlun-
gen in der civilistischen Liiteratur unmittelbar anschlicßen, und
größtcntheils nähere Begründung und weitere Ausführung neuer
Ansichten oder Lehren bezwecken.
Die erste und ausführlichste Observation betrifft die zwölf
/ Tafeln. Der von Niebuhr hervvrgchobene Charakter der
Gleichstellung der Palricier und, Plebejer soll im Allgemeinen
. und Einzelnen-genauer bestimmt werden. In erstercr Hinsicht
bezieht der Vers, die-,Deccmviralgesetzgebung auf die Gesetzge-
bung des Servius Tullius, und glaubt, daß da diese nach Dio»
nps von Halle, ebenfalls eine Rechtsgleichheit zwischen Patri»
eiern und Plebejern bezweckt habe, jene nur das auöführte,
was diese versuchte und anfing. Allein Res. muß gtauben, daß
der Werf. hier den wesentlichen Unterschied zwischen beiden Ge-
setzgebungen übersehen hat. Da der Vers, selbst die Niebuhr»
sche Ansicht von'den Plebejern theilt, und einraumt, daß diese
erst durch die XII. T. die eigentliche Civjtat erhalten hatten, so
wird er eingestehen müssen, daß die nicht zu Sclaben und Clien-
ten herabgewürdigten, sondern in einem gewissen Sinne selbst-
ständig gebliebenen und im Römischen Heere dienenden Plebe-
jer bis zu den XII. T. nach Analogie der spater» sooü p.R. zu
beurtheilen sind. Bei diesen fand sich aber ein zwiefacher Zu-
stand, jenachdem ein aequum, oder iniquum foedus von den
Römern mit ihnen errichtet, und ein eigentliches jus gentium
nebst einem Recuperatore» - Gerichte gemeinsam gegründet war,
oder nicht. (S. z.B. Festus, v. Recuperatis,). Wenn NUN
gleich die Plebejer durch Tarquinius Priscus in ein bestimmte-
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