Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

/

Michels«», Schmidtlein, Francke, Hass«, über Servit. 7z
für sich hat : so ist dagegen der Punkt nicht besondere erheblich,
daß etwas mehr Analogie andrer Satze und etwatz besserer Zu-
sammenhang mit dem ganzen Rechtksysteme für die Schmidt«
leinsche Ansicht spricht, indem auch für diese die Analogie nicht
groß, der Zusammenhang nur problematisch ist, und auch für
jene Beides nicht ganz fehlt.-— Auch Hasse, besonders S. y7. ff.,
laßt pactione« oder stipulationes hinreichen, sich darauf beru-
fend, et stehe oft so, daß man geradezu vel dafür setzen könne;
und es seien die stipulationes darum oft erwähnt, weil ihre
bestimmte Natur am leichtesten die vollste Deutlichkeit darüber
verschaffe, daß dingliches Recht, und nicht obligatio gemeint sei,
sie daher besonders gut hierher passe. (Aber, wenn dem so ist,
warum konnte denn nicht gerade eine bestimmte stipulatio als
nvthwendig gefedert werden?)
Das Zweite, woraufzu achten war, was aber freilich von den mei-
sten unsrer Vff. als Erstes und Hauptsächliches behandelt wurde, ist
die Verknüpfung mit dem Ganzen des Rechtssystems, und sonstigem
Verwandten und Eingreifenden. Hier hat es der unbeschränkte Ver--
thcidiger der bisher herrschenden Ansicht, Francke, am leichtesten. Er
halt, sich daran, daß die Servitut eine pars dominii fei, und
also natürlich vom Theile gelte, was vom Ganzen. Aber diese
Leichtigkeit wird theuer erkauft, dadurch, daß er sich, anstatt der
Haupt- mehr nur an Neben-Stellen halt (s. oben), und die
Hauptstellcn i« den Institutionen (S. i7i.) mit der Bemer-
' kung abfertigt, baß sich Manches, was langst Antiquität gewe-
fen, in Justinians Sammlung eingeschlichen habe. Schmidt-
lejnS Ansicht hat ein paar gut« Anknüpfungs-Punkte. Der
sicherste derselben ist die Analogie der Hypothek, bei welcher an->
erkannter und unzweifelhafter Weise das dingliche Recht durch
blossen Vertrag entsteht. Wohl ist das Hppothekrecht ein von
der Servitut wesentlich verschiednes, aber doch immer, wie sie,
ein dingliches Recht, und somit hier ein wichtiger Dergleichungs-

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer