Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

i4 . Römisches Recht- .
Testamentserrichtung oder doch zu irgend einer Zeit vor ihrer
Geburt oder Adoption und Arrogativn oder Legitimation kein
näheres Kind in potestate vor sich haben» fl. 2 J. de here»
dit, quae ab int. Alle andere heißen alieni postumi," Wo-
hin man nun auch diese ganz rathseihafte unverständliche Desi«
nition von postumi sui im weitesten Sinne auslegen mag, so
ist sie, abgesehen von ihrer Unverständlichkeit, auf alle Fälle
falsch. Denn auf keinen Fall umfaßt sie alle postumos suos,
wie auch aus der Aufzählung der einzelnen Falle, welche der
Verf. im Texte S. 17. 18 giebt (und wobei er doch auch die
mit Andern auch von ihm gebrauchten -wunderlichen Bezeich-
nungen : post. Aquiliani, Vellejani primi, secundi etc. hatte
erklären sollen) hervorgeht; eine Definition der postum! sui im
weitesten Sinne, deren Gegensatz die „alieni postum!"
bilden sollen, muß aber doch alle postumos suos enthalten! —
S. 19 f. werden die Personen aufgezahlt, welchen das Edict
das Recht auf eine solche Berücksichtigung, wie sie die sui ver-
langen können, crtheilt. Am Ende dieser Aufzählung sagt der
Derf. (S. 21): „Alle diese Personen-verlieren aber ihre An-
sprüche, wenn sie sich zur Zeit des'Todes des Testirers in ei,
ner Familie befinden." Wie soll der Lernende die-
sen Satz verstehen! besonders wenn er die Aufzählung, die
der Vers, vorher gab, z. B. nr. 2. b. d. (D. 37, 4*
de von. p. c. t. fr. 7) vergleicht. Selbst aus dem, waS
der Verf. weiter im Terte und in der Note keineswegs zur
Erklärung, sondern nur zur nähern Limitation des Satzes sagt,
lrnd wobei dann freilich von Adoptionen die Rede ist, wird der
Lernende nur schwer den Sinn des Satzes errathen können.-—
S. 56 heißt eS: Wenn ein suus präterirt ist, „dann ist das
Testament als von Anfang an nichtig anzusehen. Es tritt also
Jntestaterbfolgc ein." Dieses. „also" so unbedingt allgemein
ist wieder offenbar unrichtig. Nur in der Regel tritt dann

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