Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

l?o Römisches Recht.
hundert gesetzt wirb. Die noch genauere Zeitbestimmung, wel-
che Schröters a. a. O. S. Z7o. versucht, zwischen ^29 und
4Z8 ist schwerlich hinlänglich begründet, da der Inhalt dieses
Werkes nicht das Dasein des EiiirgesetzcS, sondern nur eines
diesem.verwandten, langst vorhandnen> Gebrauchs wahrschein»
sich machjj T)er Umfang de? Werkes muß groß gewesen sein,
sowohl nach den Qualermynen Zahlen, 6, 25, 27. 29. zu schlie-
ßen, welche auf einzelnen Blättern der Handschrift bemerkt sind,
als nach-der großen Ausführlichkeit der erhaltnen Stücke. Die-
se geben, unter gewißen Rubriken, Auszüge aus Schriften von
Rechtsgelehrtcn, so viel sich Nachweisen läßt, Papinianus/ Pau-
lus, Ulpianus, nur selten (§. 3>8-) so daß der Sammler in
eigner Person spricht, und Kaiserliche tzoe stitutjonen von 205
(§, 267.) bis Z72 (H, 37.). Ein andrer Zweck dieser Auözü-
ge, als der, unmittelbar für die Anwendung zu sorgen, zeigt
sich nirgends. Dafür konnte aber um die vorhin hezeichnete
Zeit der gesetzlichen Gültigkeit der Schriften älterer RechtSge»
lehrten durch ein Excerpten-Werk dieser Art so sehr gesorgt wer-
ben, daß dxr Gedanke ein solches zu verfassen, ganz nahe lag,
und keinesweges dringende Veranlassung ist, anzunehmen, daß
das Werk auf hdhcrn Befehl verfaßt sei. Allerdings erinnert'
die hier vorkommende Verbindung von Auszügen aus Schrif-
ten derNechlsgelehrten an das, was, wie wir durch Clossiuö
Entdeckung wissen, Theodosius wollte (6, Pb. I, d. const.
prine. 1. 5- e<3. Wenck): aber die schon, vorgebrachte Vermu»
thung, die Vatikanischen Fragmente seien ein Stück dieses Wer-
kes, hat doch so viel gegen sich, daß sie wird mit Bestimmtheit
verworfen werden müssen. Denn, da jener Codex nach denjeni-
gen Theodosifchen, welchen wir allein haben, verfaßt werden
sollte, und sogar theilS aus demselben (Ex bis. tribus codici-
bus), so müßte nothrvendig genaue Verbindung mit demselben
Vorhanden sein, welche sich in den Vaticanischen Fragmenten

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