Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

irr Staatsrecht.
sep. Hier entscheidet er sich nun, was die höheren Instan-
zen betrifft, unbedingt für die Trennung; dagegen in Betreff
der untern Instanz halt er eine genauere Erwägung des Für
und Wider für nothwendig. Er zahlt nun auch- die (bekann-
ten) Gründe für die Trennung auf, führt aber daneben im,
meridie Mittel an, durch die man, auch ohne eine Trennung,
die Nachthcile der Vereinigung verhüten könne, wodurch, wie
er glaubt, die Gründe für die Trennung an ihrem Gewichte
verlieren. Dagegen gewinnen nach seiner Ansicht die besonder
ren Gründe gegen, die Trennung eben dadurch an Gewicht.
Der Vers, führt als solche an: a) wenn zwei Beamte in ko«
ordinirten und getrennten Verhältnissen neben einander stehen,
lassen sich die Reibungen nicht vermeiden; b) der Beamte, der
mit ungctheiltem Vertrauen im friedlichen wie im streitigen
(„unstreitigen" ist ohne Zweifel rin Druckfehler) Verhältnisse
seiner Untergebenen wirken könne,''werde besser und kräftiger
wirken, und o) die Vereinigung vertrage sich leichter mit der
Oekonomie der Finanzen und mit her-Bequemlichkeit der Un-
terthanen. ES scheint demnach und auch nachher später (S.
44) vorkommenden Warnung: sich rücksichtlich jener Trennung
um so weniger zu übereilen, „als die, Idee erst aus der- letzten
„Zeit qbstamme, sohin unter die jüngsten Wider des Zeitgei»
„steö gehöre," daß der Vers., wiewohl er sich nicht geradezu
ausspricht, gegen die Trennung in den unteren Instanzen ist»
Man sieht,' er hat hier die positiven Einrichtungen des
Landes, dem er angehört, im Auge, wo bekanntlich, wie ist den
meisten Gfaatett TeutschlanbS, die Trennung der letztem Art
noch nicht durchgeführt ist. Eben drßhalb geht aber auch dem
Verf. die praktische Anschauung in Betreff dieses Punktes ab,
und wie er den,Gründen für die Trennung offenbar-zu wenig
Gewicht beilegt, auch einen Hauptgrund, die innere, in der
verschiedenen Tätigkeit und in der für diese nothwendigen, odtr

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