Full text: Volume (Bd. 1 (1826))

Ili

Weiler, Derw. u- Justi».
Fall ist, wo Von Erreichung der übrigen Zwecke des Staats,
z, 58. der Herbeischaffung der Staatsbedarfs, von Beförderung
der Kultur, der Wohlfahrt des Ganzen, oder auch von den An-
gelegenheiten der Einzelnen^ aber, nur nicht von ihren erworbe,
nen Rechten dieRedeist, ist eine Derwaltungssache. Auch
hier können zwar Streitigkeiten Vorkommen; allein die Strei-
tenden vermögen nicht, sich auf erworbene Rechte zu stützen,
es muß nach Gründen der Billigkeit, des parziellen Wohls oder
des Wohls der Gefammtheit u. f. w. entschieden werden. Eö
ist in diesem Fall (und hier haben wir gerade eine der häufig,
sten unter den Verwechslungen, von denen oben die Rede war)
zwar eine streitige Administrativsache, aber dennoch kei-
ne Zustizsache vorhanden. Es hat nicht der Richter, sondern
einzig die Verwaltungsbehörde darüber zu entscheiden. .
Auf diese Weise sind wir denn auf dem Wege der Kritik
zu einem, freilich von dem deS Verf. verschiedenen, Resultate
gelangt^ nach welchem (wenn eS richtig gezogen ist) das, was
derselbe in der vorliegenden Abhandlung (tz. iü—19.) über die»
fe8 fein Hauptthema auSgcführt hat, einiger Berichtigung bc«
darf» Er stellt zuerst den Begriff der Verwaltung im wei-
tern Sinn auf und rechnet zu ihrer Bestimmung, alle An.
ordnungen, die den Rechtszustand und die Wohlfahrt des Staa-
tes begründen, zu leiten und zu vollziehen. Die Justiz neh-
me nun — fährt er fort — aus dem weiten Felde des Rechts,
gebiets dasjenige heraus und ziehe es vor ihr Forum, was s)
in das Gebiet des Privatrechts falle; aber nur dann, wenn
es b) zugleich streitig fcy. Zu tadeln scheint hier Ree., nach
dem Vorigen, nur das, daß der Verf. bei dieser Grenzenzie-
hung den Beruf des Eriminairichters ganz von der Justiz aus-
schließt; was aber freilich eine Folge seines weiten Begriffs von
Polizei ist. Seine Merkmale der Objekte der Civiljustiz
(denn einzig diese versteht er unter Justiz) sind dagegen richtig

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