Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

Mayer, Hennings, Hepp u. f. w. Über Pfandrecht. 89
eloquar." (S. 170—171.) Allein Nef. glaubt, der Verf. hat,
te dem Zurückziehen eine solche Deutung gar nicht unterlege»
sollen. Denn war eine Sache ausdrücklich oder stillschweigend
unter der Bedingung ihres Erwerbs verpfändet, der verpfän»
det sie so, wie er sie erwerben wird. Hat nun der Eigenthü»
mer vor der Veräusserung ein Pfandrecht auf die Sache gelegt,
so erwirbt man sie nur mit diesem dinglichen Recht, und der
bedingt Berechtigte kann sein Pfandrecht an der bereits belaste»
ten Sache nur so wie sie ist, zu Kraft gelangen sehen. Das
Antedatiren hat folglich nur- Sinn für die, welche von demfcl»
ben Verpfänder und nachherige» Erwerber, hintereinander ein
Pfandrecht empfangen. Das Hauptgewicht legt dcrDerf., ganz
natürlich, auf I. 7. |J. 1. D. qui pot. in pign, (20. 4.). Die
Ansicht, welche für die allgemeine und fpeciclle, in I. 7. §. 1,
vorausgesetzte Verpfandung eine gleichzeitige Bestellung voraus-
setzt, nennt er ein „merum figmentum, cujus nulla sana ra-
tio reddi potest." (S. 171.) Indessen ist das figmentum
wohl mit nichts dargcthan. Ref. meynt übrigens, daß für die
Ansicht des Verf. nichts gewonnen fey, wenn man auch keine
gleichzeitige Bestellung annehme. Denn in dem „concurrere"
liegt blos das Zusammentreffen, nicht aber gerade das Zusam-
mentreffen mit gleichem Rechte. Wie man sagt: „quoties
concurrunt plures actiones ..., mia quis experiri debet (1.
43. §. 1. D. 50. 17.), also das concurrere gerade einen Aus-
schluß der einen actio begründet, eben so kann man auch sa-
gen: quoties plura pignora diverso tempore data concur-
runt, alterum per alterum excluditur. Dieser, schon altern
Erklärung laßt sich nicht entgegenhalten, daß man keinen Zweck
in der Aeusserung finde. Denn man findet immerhin noch den-
selben drinn, welchen man bet) Marcian 1. 16. jj. 7. D. 20. ].)
findet, den nämlich zu zeigen, daß eine specielle Verpfandung
einer fremden Sache, wenn sie unter einer Bedingung geschehe.

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