Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

64 Römische« Rech«.
chung mit kideiussio, constituti»» und ähnlichen Verträgen, bei
denen niemand zweifelt noch zweifeln kann, daß sie klagbar
feien, auch dann, wenn sie sich auf naturales obligationes,
als ihre Grundlage, beziehen. Francke hat hier nicht gleich
UeberzeugendeS zu wählen gewußt, indem er interessante aber
zweifelhafte Untersuchungen zum Anknüpfungs Punkte wählt.
(Von diesem, wie dem sonstigen Inhalte der Fr'schen Abhand-
lung s. unten).
Weniger gelungen mögle rin andrer Theil der M'schen
Ausführung sein. Wohl können der Regel nach für naturales
obligationes Pfandrechte gültig bestellt werden;, aber bei Fallen
des SC. Velleianum ist eine Ausnahme schwerlich in Abrede
zu ziehen, indem die Behauptung, daß in diesen Fallen keine
wahre naturalis obligatio statt finde, sich nicht wird rechtfer-
tigen lassen» Denn in D. XII, 6. d. indebiti condiet. 1. 40*
pr. u. C. IV, 29. ad SG. Velleian, 1. 9. laßt sich die Erwäh-
nung des JrrthumS bei der Zurückfvderung wohl nur dadurch
befriedigend erklären, daß auch hier, (wie der Regel gemäß ist),
einzig im Falle des JrrthumS zurückgefodert werden kann; wo-
gegen bann die allgemein redenden D. XVI. 1. ad SC. Vellei.
1. 8. §. 3., 1. 24* K. 2., wie so oft der Fall ist, als unbestimmt
allgemein aus jenen speciellern Stellen zu ergänzen sind.
Bd. 2. S. i2. findet sich eine beachtenswerthe Erörterung
über den Zeitpunkt der hypothecaria actio, welcher (auch bei
eigentlicher Hypothek) nicht durch die Fälligkeit der Foderung
bedingt sein soll. In der That scheint es der gewöhnlichen ent-
gegengesetzten Annahme an hinreichendem Beweise zu fehlen.
S. ns. ff. sind mehrere Punkte aus der Lehre von suc-
cessio in ius pignoris mit Scharfsinn zur Sprache gebracht,
auf die indessen hier näher einzugehen der Raum verbietet.
Nur das Eine bemerke ich, daß die Bestreitung der gewöhnli-
chen Ansicht, als ob von mehreren das ius olleren di anspre-

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