Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

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Strafrecht.

Begriff und Quellen des Criminal» Rechts, dann der ge.
schichtlichen Darstellung des Entwicklungs. Ganges
des Criminat» Rechts und der Wissenschaft desselben
die Rede, als deren Resultat sich der jetzige Standpunkt
der Wissenschaft crgiebt. Diese meist übergangenen Rücksichten,
die auch in dem Crim inal-Prozesse eben so genommen
sind, glaubte der Verfasser seinen Zuhörern gleich bei dem Ein»
tritt in die Wissenschaft bemerkbar machen zu müssen. In
dem allgemeinen Theil handelt vor den einzelnen Lehrern
eine Einleitung von der Begründung und den ober«
sie» Grundsätzen des Strafrechts. Daß in der Tren-
nung der philophischen und. positivrechtlichen, häufig
übergangenen, Darstellung ihm Wachjter das Beispiel gegeben
habe, hat der Verfasser anerkannt; die Nothwendigkci't aber,
das historische Princip auch in der philosophischen Dar-
siellung, nach Rücksichten, welche der Geschichte der Phi-
lvsophie anhcimfallen, durchzuführen, ist hier zuerst ausge«
sprochen, und der Verfasser hat sich von der Wichtigkeit dieser
Art der Behandlung um so mehr überzeugt, als er viele ältere
und neuere Behauptungen der Rechtslehrer aus dem Einfluß
der verschiedenen philosophischen Systeme zu erklären, und da-
nach auch zu prüfen in Stand gesetzt worden ist, und hofft
sioater davon noch genauere Rechenschaft geben zu können. Daß
die Lehren des allgemeinen Theils in drei Hauptabthcilun-
gen, und zwar in der nicht willkührlichen Ordnung ab.
gehandelt werden, wonach zuerst von dem Strafgesetze,
dann der Uebertretung desselben — den Verbrechen,
endlich der nothwendigen Folge des Verbrechens, der An.
Wendung des Strafgesetzes gehandelt wird, sucht die ein-
leitende Abhandlung aus innern Gründen zu rechtfertigen.
Bei der Lehre von dem Thatbestande, und was eins und
dasselbe ist, dem Begriff des Verbrechens überhaupt, sind

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