Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

Uebers. üb. die neuern Systeme. 5oi
duum zur Last fallen, und endlich dadurch veranlaßt wurden,
daß sich Manches als philosophische, historische oder praktische
Behandlungsweise angekündi'gt Harle, was dieses höchstens in
einer bloS äußerlichen Bedeutung, also nicht der Wahrheit nach
war. Wenn jetzt für unS eine schwierige Aufgabe entsteht, so
muß uns dieses nicht abschrecken, sondern ermuntern, zur Lö-
sung derselben mitzuwirken. Denn nur vereinte Thätigkeit kann
hier, wie in andern Dingen, zum Ziele fühlen, und die Vor-
rede drückt die gewiß von den entschiedensten P'arthieen anzuer»
kennende und zum Frieden führende Ansicht aus, daß über-
haupt jede redliche Thätigkeit, auch nur nach einer bestimmten
Richtung, ihren Werth, als Beitrag zum Ganzen habe. Wer
nicht für die Vereinigung aller Seilen ist, möge treu für die
arbeiten, die er als die wichiigcrn erkennt, — er wird der
Wissenschaft nützen, und sich den Dank derer erwerben, welche
diese und nicht AeußereS wollen, aber er lasse Andern gleiches
Recht wiederfahren, und soll den Frieden in der Wissenschaft zu
befördern suchen. Denn der Kampf ist der Wahrheit nur bis
zu einem bestimmten Grade d. h. so weit förderlich, als er
der Form und dem Inhalt nach wissenschaftlich ist: be-
trifft er aber das Individuum, so wird häufig gefehlt, und
hat in jedem Falle, abgesehen von der subjectiven Berech-
tigung der Streitenden sich zu vertheidigen, nur ein be-
schränktes vorübergehendes Interesse, allgemein aber meist nach-
theiiige Wirkungen. Darum kann der Ton der Vorrede eines
hier nicht erwähnten Schriftchens, welches den Anfang einer
Crimmal-Rechts»Theorie giebt, nicht gebilligt werden. Auch
auf die Denk, und Handlungsweise wünscht der Verfasser
Vorrede S. XXIII. solle die Wissenschaft nach einem bekannten
lateinischen Sprüchworte, veredelnden Einfluß auküben!
WaS das System selbst betrifft, dessen Charakterisirung
eben gegeben ist, so ist zuerst von dem vorläufig anzugebcnden

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