Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

Ucbers. üb. die neuern Systeme. 481
mehr empfohlen werden zu können, als gerade diese' doch, rech-
net der Verfasser zu den Quellen mit Necht, und dkefesmaft
eine wahrhaft geschichtliche Methode befolgend, auch die frü-
Hern Landesgesetze, in denen sich die Ansichten der Zeit, wie sie
die Praxis auffasst," und auf welche die C. C. L. fo oft ver-
weist, ausgesprochen finden.
Dreierlei heben wir hervor, was die Abhandlung deS
befondern TheilS- außer der bereits geschilderten Grundansicht
des Verfassers über die Methode, vor andern Werten charak-
lerisirt: nehmlich die Anordnung der einzelnen Verbre-
chens-Arten, die Erörterung des Tharbestandes vor
dem Begriffe des VerbrechenS> und die größere Voll-
ständigkeit durch Benutzung mancher, wenigstens in den neuern
Compendien übersehenen Quellen, sowohl der fremden, als der
einheimischen.
Was den ersten Punkt- das System anlangt, so hat
'es gewiß viel für sich, daß der Verfasser nicht nur die Unter-
scheidung der Privat - und öffentlichen Verbrechen beide-
behalt, sondern auch, daß er jene vor diesen abhandelt, nnd
nächst seiner eignen Ueberzeugung hat besonders der Vorgang des
Verfassers den Unterzeichneten veranlaßt, in seinem S ystem diese
beide Hauptabschnitte in dieser Ordnung vorzutragen. Weniger
überzeugend waren ihm die Gründe der Absonderung eines drit-
ten Theils, der Verbrechen gemischter Natur, welche der
Verfasser unter Berufung auf Globigs Autorität, gegen die
bisherige Art der Anordnung gemacht hat. Nichtig ist es, daß
bei den hieher gerechneten Verbrechen, zu denen bann aber
leicht noch andere gezahlt werden könnten, beiderlei Gesichts-
punkte Vorkommen können , aber es reicht hin, darauf aufmerk-
sam, ohne deßhalb eine eigne Klasse von Verbrechen zu ma-
chenz wenn nun noch in dieser Klasse weitere Unlerabtheilun-
gen gemacht werden, und zwar daß den s. g. Unzuchtsvergehen

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