Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

Spenge!, über Litiscont. u. Einr. 45z
daß der Beklagte wirklich ein filius familias war, wie bei der
exceptio pacti conventi de non petendo cs auf den Umstand
ankam, daß ein solches pactum wirklich abgeschlossen worden.
Crsterewar, wie letztere, immer Einrede, nie verneinende Litis»
contestation, wie §.27. 29. irrig behauptet werden will. Fin,
den wir ja auch beim §to. Macedoniano, Velleiano, in den
Gesetzen immer das Wort: exceptio, von welchem wenigstens
Recenfenten nicht bekannt ist, baß es im römischen Rechte je
für die „gesummte Vertheid igungshandlung" was der
Vers. §. 25. als ausgemacht anführt, gebraucht worden. Es
dürfte vielmehr im römischen Processe eine Dertheidigungshand.
lung im Sinne des Verfassers überhaupt nicht wohl vorgekom.
men sehn, da in der Regel die gerichtliche Verhandlung theils
vor dem Prator, theils vor dem Judex geschah, aiuch peremto-
rische Einreden niitunter, so lange solche dauerte, vorgefchützt
werden konnten, und überhaupt beim öffentlichen Verfahren die
Partheivortragc sich nicht so scharf begranzen lassen, man vergl.
Gaius Inst. IV, 15.
Die neue Eintheilung der Einreden- in nominatas und
innominatas ist so wenig, als die Behauptung, daß erstere,
die früheren exceptiones et civiles et praetoria?, am Ende
sammllich zur verneinenden Likiscontestation gehörten» §. Zo,
zu billigen. Mehrere Folgen des Unterschiedes zwischen Lilis-
contestation und Einreden werden, $. 54 — 41, unnölhig auf.
gezahlt, da cs jedem überlassen bleiben kann, die Anwendung
richtig aufgefaßter Begriffe selbst zu machen, wobei noch, h. 57,
58, übersehen scheint, daß grade die wichtigsten Folgen der Li-
tiscontestalion dermalen dem insinuirten ersten Decrete schon
beigelegt werden. Daß es eine exceptio alibi giebt, hat Ree.
zuerst aus §. 55, 56, 49, 52. ersehen, er hatte immer ge»
glaubt, das alibi gehöre nicht ins erste, sondern ins Beweis-
verfahren.
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