Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

45a Civil-Proceß.
der Einreden übergegangen. Hatte der Derf., statt sich die An-
sichten durch ewiges Einmischen der zu diesen Begriffen nicht
gehörigen Folgen des Ungehorsams der Litiganten selbst zu trü-
ben, solche, wie sie aus den verschiedenen zu beachtenden Legis-
lationen folgen, rein aufgcfaßt, so würden sich ihm manche
Fragen, man vergl. z. B. 15,18., mich seines Ausdruckes
zu bedienen, nicht aufgedrungcn, er würde gesunden haben,
daß in der hauptsächlichen Gcgenhandlung, wie der
J.N.A. die Litißcontestation paffend benennt, nie eine eigent-
liche Vertheidigung liegt, daß mit derselben die Einreden we-
der je etwas gemein haben, noch in diesen ihrer rechtlichen
Natur nach je ein Emgestandm'ß des Klagegrundcs liegen kann,
wonach, was die 19—21. enthalten, wenigstens übcrflüffig
scheint. Freilich sind hin und wieder von einzelnen RechiSleh»
rern allerlei nutzlose, ja, verwirrende Eintheilungen, insbeson-
dre der Einreden, gemacht worden, allein die Zeit der Divisio-
nen und Distinctionen ist, wenigstens in der Wissenschaft, bei
unS so ziemlich vorüber, und es führt zu nichts, wenn gegen
solche langst aus dem Felde geschlagene, oder in Vergessenheit
gcrathene Meinungen will zu Feld gezogen werden, §. 24, 32,
Zz, 42;—51. Andre in sich nicht ungegründete Eintheilungen
der Einreden sind aber ohne Einfluß auf dieselben rücksichtlich
ihrer proceßrechtlichen Natur und deS Stand » und Gesichts-
punkts unsres Verfassers.
Ob und wann ein behauptetes Recht schon ipso jure nich,
itg war, oder erst ope exceptionis zunicht wird, berührt den
juristischen, nicht den faktischen Grund der Klage oder Einrede,
da cs uns hier aber, wie schon erinnert, einzig um letzteren
zu thun sehn kann, so gehört z. B. die Eintheilung in exceptio-
nes civiles et pnetorias, §. 25—gl,, nicht hieher. So kam
es, von unsrem Standpunkte aus betrachtet, jederzeit bei der
exceptio Scti macedoniaui wenigstens auf den Umstand an.

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