Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

Spengel, fiber Litiscont» «. Eint. 4;,
wird bei jeder einzelnen Rechtslehre abgehandelt, und kann es
unmöglich bei dieser werden , wenn man nicht das ganze Recht«,
system hier nochmals durchnehmen will. Man berücksichtigt
vielmehr bei derselben vorzüglich nur die von den streitenden
Theilen vorgcbrachten TbatsacheN, und will anwciseN, welch»
zum Grunde der Klage, welche zu dem der Einrede gehören.
Es laßt sich aber in dieser, wie in der nahe verwandten und
ihr vorzüglich Bedeutung gebenden Lehre von der Bewei'slas.
alles nur auf ein höchstes Princip vom Asserenten zurück
führen, dessen concrete Anwendung dem gesunden Menschen,
verstände und ausgebildeten Rechtstacte zu überlassen, und wie
e» unmöglich ist, die einzelnen Falle vorher zu bestimmen- wcl
che der richterlichen Entscheidung unterstellt werden mögen, so
unthunlich ist eS> im Voraus zeigen zu wollen, web in solchen
einzelnen Fallen eigentlich der Afferent sev.
Indem er zur Beurtheilung der vorliegenden Schrift über
geht, muß Recensent, „daß man den großen .Nutzen der
Rechtsgeschichte nicht kannte oder nicht kennen wollte" $.30.
a. (Si, mit und von derselben bedauren. In den §§. l—9.
wird gehandelt von taotuin und non factum, von dem, was
der Richter wissen, das Gesetz fingiren solle und könne, sodann
im §. 10. mit den Reichsgesetzen, und zwar, was dem Vcr
faffer dem Anscheine nach gleichbedeutend scheint, mit dem jüng-
sten Reichs-Abschiede angefangcn. Das ist ungefähr, als wollte
man eine Geschichte der Mediatisirten in Deutschland mit dem
ReichS-Deputativns-Hauptschluffe vom 25. Febr. 180z begiw
nein Der R. A. von 1654 ist bekanntlich lange und ausführ
lich discutirt worden; wenn nun in den §§. 10—14. unsrer
Schrift, wo von der Auslegung des §. 57. desselben gehandelt
wird, selbst diese Discuffionen unberücksichtigt bleiben, so kann
wohl dabei von sonderlicher Gründlichkeit nicht die Neve scyn.
Es wird Jj. 15. ff.,' zum Begriffe der Lilisconrestation, sodann
Krit. Zeitschr. H. 3. 8

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