Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

Hyfqcker, Jahrbücher. 445
vielleicht vop einigen Jrrthümern verwahrt geblieben wäre. —
Die Abhandlung rir. XIII. (von O.J.R. Schümm) bespricht
„die Anwendbarkeit der in dem NR, enthaltenen Beschränkung
der aufgeschwollenen Zinse auf den Betrag des Capitals? - Reft
ist mit dem Resultate der Untersuchung völlig einverstanden;
doch möchte er einzelne Ausstellungen und Bemerkungen nicht
unterdrücken. Die Ausstellungen betreffen die Behauptung des
Vers., daß der Neichsadschied von 1654. sür Würtemberg kei-
ne gesetzliche Kraft erlangt habe. Der Gründe giebr der Vers,
zwei, 1) Würtemberg habe ein Memorial, übergeben, wonach
eS an die Beschlüsse des Reichstags nicht gebunden sepn wollte,
wenn man nicht alle aufgelaufenen Zinse Nachlasse und die zu-
künftigen ermäßige. Beides sey aber nicht geschehen. Indessen
dürfte dieser Grund vor einer genauen Erwägung der Reichs-
tagsverhandlungen bald verschwinden. Nicht bloS Würtemberg
für den schwäbischen Kreis, sondern auch andere Stande, hatten
für den fränkischen und oberrheinischen Kreis das bezeichnete Ge-
such auf dieselbe Weise gestellt. Manche Stimmen waren da-
für; andere, besonders unter den Churfürsten, waren dagegen.
Endlich vereinigt? man sich einstimmig dahin, daß ein Nachlaß
von | der Zinse die Regel bilden, ausnahmsweise aber denen,
welche ihre Unvermögenheit darthaten, auch das letztere Vier-
tel nachgelassen werden solle (de Meiern ? act, com. Rat. lib.
VII. ß. XI. niv 1—6.). Die Vereinigung ward dann auch in
dem Neichsadschied (§. i7Z. nr. 1.) ausgenommen. 2) Es ftp
in Würtemberg keine der Anordnung des I. R. A. entsprechen-
de Verfügung erlassen worden; dieser R.A. sollte aber nur da
verbindende Kraft erhalten, wo der Art Verfügungen getroffen
werden würden. Daö Letztere folgert der Verf. aus hem §. 171,
namentlich aus her Bestimmung: „Zum Zweyten, demjenigen
ebenmäßig nachgelebt werden solle rc." Allein auch diese An-
sicht beruht aus>eincm Mißverstand. Die Stimmen über de»i

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