Volltext: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 2 (1827))

Frey, Obs.^id jur. crim. hislor. 39
der Verf. bei Plitt blos bis S. Z5. und nicht die gleich dar-
auf folgende Widerlegung alles dessen, was bis S. 55* ange-
führt ist, gelesen? Und muß denn daraus, daß jener Art. der
Bamb* blos die Neichssürsien betrifft, folgen, daß dieser Art. in
die R. nicht passe und daß Schwarzenberg einen Entwurf
für das T. Reich im Auge gehabt habe? Kann denn nicht
der Bischoff von Bamberg für den Fall, wenn Reichsfürsten
vor seinen Gerichten klagen sollten, in seiner Gerichtsordnung
Bestimmungen treffen? — ©. 60. 6i. sagt der Vers., im Art.
io4. der Carolina ftp der Satz enthalten: Quando jus Ro-
manum nullam corporis poenam praecipit, nec ejusmodi
poena locum babeat“ und „ubi jure Romano capitis poe-
na haud statuitur, nec iudex Germanicus ea utatur,“ und
dann bemerkt er in der Note, eine Ausnahme finde statt „in
crimine abortus“ (was für ein Verbrechen ist „abortus?“],
wobei man eben annehmen müffe, die Verfasser der Carolina ha-
ben entweder aus Unkenntnkß des Röm. Rechts oder aus Noth-
wendigkeif, Teutsches Recht zu beachten, hiebei blos T. Ge-
wohnheiten befolgt; eine weitere Ausnahme finde sich auch bei
der Bigamie (Ausnahmen, die sich wohl hatten vervielfältigen
lassen). Wie steht nun aber alles dieses im Einklänge mit dem,
was der Verf. S. 52. 55. sagt? Dort behauptet der Verf.
„Legislatorem saltem jure Rom. tanquam fundamento ope-
ris sui uti noluisse. — Quodsi auctoris [Carolinae] haec
fuisset voluntas, ut jus Rom. respiceretur, majorem dedis-
set operam, ut JCti judiciis adessent criminalibus.“ Ist
dieß nicht in direktem Widerspruche mit dem über den Art. 104.
Gesagten? Ja der Verf. sagt noch weiter (S. 5Z. Not. i.):
,,immo ex praefatione Carolinae colligi posse videtur, le-
gislatores coactos esse, ab omni jure Rom. recede-
re, ejusque loco normas juris Germ, statuere, quoniam jus
Rom., ut in ipsa praefatione legitur, in judiciis nostris cri

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