Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

396 Römisches Recht. ,
(uns unbekannte) Weitläufigkeiten des alten Rechts bei densel-
ben gehen. Ganz störend zwischen dem Eherechte steht §. 259.
vom Rechte der Eltern über ihre Kinder, welches paßlicher als
Einleitung zu der väterlichen Gewalt gestellt wird. — Bei
der Lehre von Adoptionen wird des alumnus an einer wenig
paffenden Stelle, §.291. erwähnt. Die richtige scheint zu sein
ganz zu Anfang der Lehre, gleichsam als jus naturale bei der-
selben , oder ganz zu Ende, als Anhang. Warum der Verf.
glaubt, daß im Ehebrüche erzeugte Kinder durch nachfolgende
Ehe legitimirt werden können, war näher anzugeben. Seine
Citate, auf Schriften gehend, die ich glaube widerlegt zu ha-
ben, genügen nicht; und andre Gründe, als die hauptsächlich
politischen, der Schweickartschen, (von ihm auch nicht an-
geführten) Dissertation wird er haben, wenn gleich ich, von
meiner frühem Ansicht noch völlig überzeugt, an ihrer bewei-
senden Kraft zweifle. — Daß dem Vormunde die Nechnungs-
Pflicht nicht erlaffen werden könne, behauptet §. 525* schwerlich
mit Recht, indem D. XXXIV, 3. de liberatione legata 1. 9.
20. §. 1. 1. 23. §. 4- 1. 81. §. 2. eines solchen Erlasses ganz bil-
ligend erwähnen. Nur liegt darin blos Erlaß der Herbeischaf-
fung einer Erleichterung für den gegen den Vormund klagenden
Mündel; nicht irgend einer materiellen vormundschaftlichen
Pflicht. Dieses gibt auch das Erklärungsmittel für die Stellen,
auf welche der Verf. sich beruft.
Bei der sehr zweckmäßig als Einleitung zu der Lehre vom
Eigenthum gestellten Besitz-Theorie sollte doch ein besondrer
Abschnitt von der jurium quasi possessio nicht fehlen. — Von
den Servituten hätte lieber nach Weise der Römer vom Stand-
punkte des Berechtigten aus gesprochen werden sollen, wodurch
Z. B. §, Z06. die Abtheilung in affirmativas und negativas
eine den Worten viel beffer unpassende Erklärung erhalten wür-
de. Do ne Uns und in neuerer Zeit Stever schließen sich hier

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