Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

IVI ii fi i cnbr u c h , Jod. pandcct. etl. I. 2. 393
vielfach mit der ältesten und ausgebildelsten Art, derUsucapion
nahe zusammen, so daß schwerlich eine richtige Einsicht in die-
selbe anders erlangt wird, als wenn die ganze Lehre, wenig-
stens m ihren Hauptzügen, an einer Stelle abgehandelt wird.
Wohl mag dieses', wie der Verf. zweckmäßig thut, die sein,
wo vom Eigenthume gehandelt wird: denn eö schadet nichts,
daß dabei Anhangsweise auch die Grundsätze derjenigen Der-
jähmngßarten abgehandelt werden, welche sich auf andre Rechte
beziehen. — Den Eid, (§. 148.) unter den Eesichtspunct des
Zwangs zu stellen, scheint an sich, wenig paßlich, und beson-
ders durchaus unrömisch. — §. 165. Die hergebrachte Annah-
me, daß der Jnterdicten-Proceß ein summarischer gewesen sei
(strictim atque, breviter), welche mit Cajus Nachrichten so
gar nicht zu vereinigen ist, und kein Zeugniß ans dem Alter-
ihume für sich hat, sollte wegbleiben. — Die Lehre von den
Pertinenzen §. i77. würde an Deutlichkeit, und theilweise wohl
auch an Richtigkeit gewinnen, wenn von dem in den Rechts-
brechern ausführlich behandelten Falle, dem der Grundstücke,
ausgegangen wäre. Bei den Pertinenzen beweglicher Sachen
mögte aus dem Beispiele, der scapha zu rasch gefolgert sein,
daß hier durchaus physische Verbindung nöthkg sei: denn bei
jener ist das Vesondre, daß sie auch für sich einen erheblichen
Werth hat, was z. B. bei dem Schlüssel eines Schrankes durch-
aus nicht der Fall ist. — Bei den Früchten (K. i78.) scheint
das, wohl nur aus den Feinheiten des Sklavenrechts zu lösen-
de Räthsel, warum Sklavenkinder nicht zu den üuclus gehö-
ren, durch den Beisatz humanitatis causa nicht von der rech-
ten Seite ausgefaßt. Denn ist es wohl weniger gegen die
Menschenwürde gebraucht, denn als Frucht behandelt zu wer-
den? Ohnedem aber, wie wenig ist es im Sinne der Alten,
hier, noch dazu wo in keinem Falle eine Schonung für den
Sklaven damit zusammenhängt, auf sie Grundsätze der Imma-

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