Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

393 Römisches Recht.
der Justinianischen Werke, und ihrer Verschiedenheit, bieten
dann Hülfen dar, ähnlich denen, die man gewöhnlich angibt:
aber, als Auslegungs-Regeln, verlieren sie ihr Grelles im
Ausdruck wie in der Anwendung, indem sie nun nur in Ver-
bindung mit den übrigen Auslegungs-Regeln, und mit der
Vorsicht geübt werden dürfen , welche dergleichen Regeln über-
haupt fodern.
Im zweiten Buche des allgemeinen Theiles (dem eigent-
lichen allgemeinen Theile) hebt Rcc. folgende Puncte aus.
§. 88. sollte die — freilich so viel mir bekannt noch von nie-
manden öffentlich gerügte — schlechte neuere Latinitat re« com-
munes der ächtrömischen res communes omniüm weichen, in,
dem res communes auch die einigen Einzelnen gemeinschaft-
lichen Sachen bedeuten. — §. 98. not. 3. wäre deutlicher zu
bezeichnen gewesen, weßwcgen dem Verf. die von mir aufge-
stellte Monatsberechnung (die ich noch immer für die richtige
halte), unrichtig scheint. — §. 99. Die computatio civilis
sollte, mit Schweppe, als die Regel aufgestellt werden. Es
ist der Arithmetik des gemeinen Lebens, die, namentlich bei
den unmathematischen Römern natürlich auch die juristische
wird, durchaus angemessen, die Zeit in der Regel nur nach
größer» Abschnitten, nach Tagen, zu messen; und hiermit in
voller Uebereinstimmung, kommt die civilis computatio sehr
oft, und ohne alles Merkmal von etwas Singulärem in den
Römischen Rechtsbüchern vor; viel seltner dagegen, und in sol-
chen Ausdrücken, daß man dabei weit eher an eine Ausnahme
denken kann , die natürliche Berechnung. — Nicht wohl scheint
es gethan, daß $, 137 ff. Einiges über temporis praescriptio
vorgetragen wird, indessen der Hauptsitz dieser Lehre bei unserm
Vers, an einer andern Stelle ist. Denn die gesammte Ver-
jahrungs - Lehre, die ihrer Schwierigkeit wegen vor andern ge-
schichtlicher Behandlung bedarf, hangt auch in ihren Nebenarten

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