Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

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Römisches Recht.

nung der einzelnen Schriftsteller, namentlich Cuiacii Afri-
canus, Papinianus, nicht mit Stillschweigen zu übergehen.
Bei Pandekten und Codex war Mornacius, der noch viel schlech.
ter als Brunnemann ist, entweder gar nicht oder nicht ohne
Warnungszeichen zu nennen. Die Hauptschristen über die 50
Decistonen, auch Münters brauchbarer index novellarum
hatten noch eine Stelle verdient. Die Aufzahlung der Lehr-
bücher und ähnlicher Werke laßt, man sieht nicht recht warum,
diejenigen aus, welche in Ordnung der Institutionen gearbeitet
sind, auch sonst einige wichtige, als Wernher lectiss. com-
ment., Domat, den im Einzelnen manchmal gebrauchte Ma-
ckeldey.
Im ersten Buche des en Theils (richtiger dem
juristischen Abschnitte der Einleitung s. oben) findet sich beim
Gewohnheitsrechte noch ein kleiner Rest der diesem ungünstigen
Ansicht früherer Jahrzehende, indem §. 58. ein Gewohnheits-
recht nicht soll entstehen können gegen ein jus quod ad immu-
tandum nihil valet privatorum auctoritas. Aber wo wäre
doch ein Unterschied in dieser Beziehung irgend im Römischen
Rechte gegründet? Die vom Verf. herbeigezognen Stellen zci.
gen so etwas gewiß nicht; und im ganzen Römischen Sinne
wird dieser Unterschied nur als ein hineingetragner anzufehen
sepn. Gewiß ist auch nicht jede Gewohnheit gegett xin eigent-
lich gebietendes Gesetz unvernünftig (wohin unser Verf. diesen
Satz ordnet), sondern oft in dem Fortschritte der menschlichen
Verhältnisse, oder in Fehlern früherer Gesetze auf das Beste
gegründet. Andre für diese neuere Unterscheidung wohl angc-,
führte Gründe, namentlich die Anwendung der Fiction der Nich.
tigkeit einer Handlung gegen das Gesetz auf dieses Gebiet, für
welches dieselbe durchaus nicht aufgestellt worden, verschmähet
unser Verf. selbst. — §. 40. 41« sollten ihre Stellen vertau-
schen, da die Observanz, in ihren verschiednen Bedeutungen,

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