Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

334 ' Römisches Reckt.
PuUtte dem Verständnisse der Lernenden näher gebracht. Daß
aber dergleichen beim Pandekten-Collegium nicht mehr nöthig
oder wünschenswerth fei- mögte der Verf. selbst, 'wenigstens
in Beziehung auf so schwierige Lehren, bei genauerer Prüfung
schwerlich ferner behaupten. — Der specielle Theil ist im Gan-
zen nach der Institutionen-Ordnung, also nach der von den
Römern selbst äußerlich hervorgehobncn Weife, gestellt: gewiß
eine sehr brauchbare Anordnung,' wenn gleich die von Sa-
vignp befolgte, aus dem inner« Wesen Und Zusammenhänge
des Römischen Rechtes herrlich hervorgezogene, den Vorzug ver-
dienen mögte. Zn der weitern Verfolgung der Institutionen«
Ordnung stoße ich über bei zwei Puncten an, Der erste ist,
daß nicht, wie schon Florentinus die Ordnung feinet Vor-
gänger verbesserte, das Erbrecht- was, neben dem dinglichen,
so viel Obligationen-Recht enthalt, und in ganzen Haupt-
Abschnitten, wie von den Legaten, damit auf das Genaueste
zusammenhangt, nach den Obligationen folgt; der andre und
wichtigste, daß die einzelnen Obligations-Gründe nicht Rö-
misch, sondern so, wie sie unserm Verf. am besten zusammen
zu gehören scheinen, geordnet sind. .1. 3. c. 3. de conventio-
nibus qüae alienandarum reriim causa fiunt; c. 4 • • quibus
ad reddendas res alter alteri obligatur; c. 5. de alienis re-
bus negotiisque curandis,.... c. 6 .. quae ad rerum jurium-
que communionem spectant; c. 7.. quae in aleae speciem
cadunt j c. 8., quibus cavetur creditoribus; c. 9. de obliga-
tionibus ., quae ad poenas solvendas damnaque resarcienda
potissimum spectant. Schon diesen allgemeinen Ueberschristen
sieht man es an, daß eine solche Anordnung dem zu behan-
delnden Stoffe wenig angemessen ist; noch mehr tritt dieses
hervor, wenn man nachsieht, wie das Einzelne eingetragen ist,
z. B. die Miethe unter cap. 4, da doch daß reddere hier gar
nicht Hauptzweck ist, bei einer Art, den operis locatis; überall

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