Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

366

Rvmischcs Recht.
sessionis habe ich mich schon anderwärts erklärt (Analect. Ilt-
terar. ed. J. Huschke p. 155.) und wiederhole diese Erklärung
hier, weil jener falsche Gebrauch auch zu practisch wichtigen
Mißverständnissen führen kann. Denn eine angebrachte Jnter-
dictSklage, worin der Klager behauptet, gewaltsam gebraucht
zu haben, muß vhneWeiteres zurückgewiesen werden, während,
wenn der Gcbrauchsfehlcr eine exceptio enthielte, die Mitthei»
lung an den Beklagten nicht unterlassen werden dürfte, h) Auch
die Natur des Zusammentreffens eines nsns rectus und eines
usus vitiosus in demselben Jahre ist dem Vers, nicht recht klar
geworden 84. 85.). Der Grund, warum selbst ein nach»
folgender usus vitiosus nicht schadet, wenn man nur vorher in
demselben Jahre die gehörige Zeit hindurch ordentlich gebraucht
hat, liegt darin, daß der PrLtor hier nicht auf den gegenwar»
tigen Besitz sieht, wie bei dem interd. uti possidetis, sondern
auf das ganze Jahr, und gerade deßhalb Zustände in einzelnen
Thcilen dieses JahreS für den Besitz gleichgültig sind. Hatte
Jemand Zo Tage hindurch gebraucht, und darauf precai-io so
gebeten, daß nun der ganze vorherige Besitz nicht mehr gelten
solle, so würde das Jntcrdict Nun doch noch statt finden, aber
Lurch eine exe. pacti entkräftet werden. — Ein Anhang zu den
beiden ersten Capiteln über den Proceß des interd. de itinere
ist überaus dürftig, was um so mehr zu bedauern ist, als nur
durch die Erklärung des alten hier gebräuchlichen Proresses Vie»
leS in diesem Jnterdict erst volles Licht erhallen kann.
Im dritten Capitel A. über die rechtliche Natur
des Besitzes der Wegegerechtigkeit überhaupt, stoffen
wir gleich Anfangs h. 95. auf einen nicht begründeten Tadel
v. Savigny's, welcher behauptet, daß einmaliger Gebrauch
des Weges mit der Assertion des Recht» den Besitz desselben
erwerbe, wogegen der Verf. einwendet, daß ja erst Zotagiger
Gebrauch das Jnterdict gebe. Allein etwas Anderes ist es ja,

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer