Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 2 (1827))

4.1.3. Selliers. de contrahenda emtione venditione secundum jus romanum, Spec. inaug. Bruxellis, typ de Mat et Remy. 1826

346 Römisches Recht.
Selliers, (Leonard, de, Bruxell.) de contrahenda
emtione venditione secundum jus romanum,
Spec. inaug. Bruxellis, typ. de Mat et ftemy.
1826. 3a S. 4.
Der Vers, hat unter Prüfung und Verwerfung anderer
Definitionen seiner Abhandlung selbst eine Definition über den
Kaufoertrag vorangcsiellt. Sie lautet: „emtio venditio est
contractus consensualis cle re pro certo pretio tradenda."
Daß diese Definition nicht genug verklausulirt sei, indem nicht
«alle wichtigen Momente des Kaufvertrags in sie aufge,nominell
tvurdcn, dürfte auf den ersten Blick cinlcuchten. Ncf. würde
»'lbrigens hierin nichts zu tadeln finden, da er auf schulgcrcchte
Definitionen und die Kunst, sie recht scharf zu bilden, keinen
flohen Werth legt. Wenn aber der Verf. andere Definitionen,
g,. V> „contractus, quo id ayiLur ut res cum prelio com-
mutetur" abweist, weil in dem „commutare" die Verpflich-
turig zur Ucbcriragung des Eigcnthums liege; so mußte er doch
erkennen, daß mit dem „lradere" zu wenig gesagt sep, und
d aß man folglich hier wie dort noch nähere Auseinandersctzun»
gm geben müsse, um durch die Definition keinen Jrrthum zu
v eranlassen. Denn obgleich des Verkäufers Verpflichtung zü-
rn tchst nicht dahin geht, Eigcnthum zu übertragen, so ist er
doch weiter als zu einem bloßen „tradere" verbunden, dazti
wehmlich, daß der Käufer wenigstens die Sache behalten darf
(cjuamvis verum sit venditorem hactenus teneri, ut rem
eintori habere liceat non ul ejus laciat. 1. 30. §. 1. D. de
aet. eint.) Dem Verf. scheint freilich das „tradere" so sehr zu
genügen, daß er sogar da noch einen Kauf annimmt, wo der
Sherfäufcr ansdrückiich erklärt, daß er nicht das Eigenthum der
Sache übertragen wolle, vorausgesetzt nur, er sei selbst in Wahr»
hltit nicht Eigenthümer. (S. 17.) — Der Verfl handelt sofort

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