Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

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Staa tsrecht.

allein Nef. besinnt sich keinen Augenblick zu erklären, daß seiner
Meinung nach die Wissenschaft durch dieses Buch nicht im mim
dessen gefördert wurde. Einmal gehört es überhaupt zu der
lezten ebengeschilderten, also zu der schlcchtesien, Classe der Sp-
sieme, dann aber enthalt es gar nichts Neues und Eigentüm-
liches. Der Verf. ist hinter manchem seiner Vorgänger, z. B. hin-
ter D re sch, Nudhart, oder gar Klüber, weit zurückgeblieben;
es fehlt an Vollständigkeit, an zweckmäßigen literarischen Nach-
Weisungen, an richtiger Auffassung der Diöciptm; es sind im
Einzelnen sehr viele Unrichtiglekten: kurz, das Ganze wäre
weit besser ungeschrieben geblieben, wenn es schon einige for-
melle Vorzüge, z. V. die Klarheit der Sprache, haben mag.
Nest kann also auch diesen Abschnitt von bundesrechtlichen
Schriften nicht verlassen, ohne auf sehr erhebliche Mangel und
Lücken in demselben, und auf das Unbefriedigende der Ausbeu-
te der jüngsten Zeit aufmerksam gemacht zu haben. Auch hier
ist noch viel zu chun, und verdienter Dank zu erwerben; ob
und wann dieses geschehen wird, dieß dürste hauptsächlich von
der Vervollständigung der Urkunden-Literatur und von der Ver-
bannung des allgemeinen deutschen Territorialstaatsrcchtes gleich-
mäßig abhängen^
III. Monographieen.
Bei. tzerw leicht erklärlichen Mangel an Thellnahme von
Seiten des Publicums auf der einen, und. bei der positiven Ent-
muthigung schriststellerischer Beschäftigung mit Bundesangele-
genheiten auf der andern Seite, ist es kein Wunder, daß sich
die Zahl der Monographieen in der bundesrechtlichen Literatur
keineswegs so sehr vermehrt, wie man es sonst Yen einer, be-
sonders über staatsrechtliche Gegenstände, so schreibsekigen Zeit,
und bei der Menge wichtiger noch unentwirrter und unentschie-
dener Puncte des öffentlichen Rechtes eines über 50 Millionen
Menschen umfassenden Bundes Grund hatte zu erwarten^ Wer

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