Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

Literatur des deutsch. BundesrechteS. 3r5
deSrechteS nicht erweitert, d. h. so lange wir nicht alle Gesetze
kennen, nicht alle erläuternden Actensiücke in den Händen deS
PrivatschriftstellerS sind, fo lange kann nach des Res. innigster
Ueberzeugung nie von einer vollkommenen wissenschaftlichen Be-
arbeitung des B.R'S die Rede scyn, und sollten z. B. die Ca-
bknete je von ihrer Ansicht zurückkommen, daß eine solche wis-
senschaftliche Bearbeitung überflüssig und sogar schädlich sei, so
müßte mit Herausgabe dieser Aetenstücke angefangen werden.
Gicbt man dem Res. die factische Nichtigkeit seiner bishe-
rigen Bemerkungen zu, so wird man sich ackch mit ihm zu dem
Artheile über den gegenwärtigen Stand dieses Zweigs der bundes-
rechtlichen Literatur vereinigen, daß noch lange nicht das Noth-
wendige geleistet wurde, obgleich eine Menge von unnöthigen Bü-
chern vorhanden ist, welche sich mit einem Thcile, und immer
wieder demselben Thcile der Quellen befassen, was denn
zwar für die Herausgeber äußerst.bequem, für die Sache aber
nicht im mindesten förderlich war.
II. Systeme des deutschen Bundesrechtes.
Bei dem eben geschilderten Zustande der Urkunden-Litera-
tur kann man sich schon von vorne herein keine zu großen Er-
wartungen von den systematischen Bearbeitungen des Bundes-
rechtes machen. Denn wenn dem Schriftsteller die Materialien
in einem so beträchtlichen Umfange fehlen, wie eö hier der Fall
ist, so wird und muß die Bearbeitung unvollkommen fcpn; es
wäre daher höchst unbillig, wenn man dem einzelnen Verfas-
ser, der leistete, was er unter den gegebenen Umstanden zu lei-
sten vermochte, über das noch Fehlende Vorwürfe machen woll-
te. Ref. will daher auch, eine Bemerkung, die er bei jedem
einzelnen Buche wiederholen-könnte, lieber hier ein für allemal
vorausschicken, nämlich die, daß eö viele theils mehr, thcils
minder wichtige Puncte in dem Bundeörechte giebt, von deren

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