Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

Aretin u. Rottek, konstitut. Staarsr. 2ter Vd. 3\r
oder wenigstens den von A. nachgelassenen TheiL einer genauen
Revision unterworfen, namentlich aber demselben mehr Mate-
rie und Gründlichkeit gegeben. Der wissenschaftliche und der
Anwendnngö-Werth des Buches hatte nur gewinnen können,
und überdieß wäre dadurch größere Gleichheit in die Bearbei-
tung gekommen. -
Um so mehr bedauert unter diesen Umstanden Nest, daß
sich der Vers, von dem, oben schon bei A. gerügten Fehler,
das repräsentative Staatsrecht nicht rein aufgcfaßt, sondern eö
mit so vielen Sätzen, welche mit diesem Systeme der Sicher-
stellung der Dolksrechte gar nicht Zusammenhängen, vermischt
zu haben, so wenig frei zu halten wußte. Man stoßt zwar
allerdings auf keine so lächerlichen Satze, wie oben (S. 512.)
einige von A. angeführt wurden, allein in der Sache selbst har
er es wohl noch weiter getrieben, als selbst sein Vorgänger.
Es finden sich ganze Lehren, in welchen gar keine Verbindung
mit dem repräsentativ-monarchischen Principe hergesicllt ist, und
welche in dieser Allgemeinheit in der Theorie beinahe jeder an-
deren Staatsart ihre Stelle finden könnten, z. D. die von
der Beförderung der Industrie, der Leitung des Handels u. st
w. Warum eine solche Behandlungsart aber dem Nest nicht nur
unwissenschaftlich, sondern selbst practisch bedenklich scheint, hat
er oben schon erklärt.
Auch von dem Vorwurfe die Politik mit dem Staatsrechte
vermengt zu haben, vermag der Untcrz. N. nicht freizuspre-
chen z man lese Z. B. sein — an und für sich interessantes und
von Sachkenntnis zeugendes — Kapitel vom Staatshaushalte,
und berechne, wie viel von dem Inhalte der Politik und selbst
der Nalional-Ockonvmie, w!e viel aber dem Staatsrechte an-
gehöre. Allerdings unterstützen sich glücklicherweise Recht und
wahrer Dorther! sehr oft gegenseitig) allein daß in der Wissen-

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