Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

Aretin u. Rotteck, konstitut. Staatör. 2ter Vd. Zoy
Anleitung zu bodenlosem Naisoiwement und unseligen Versuchen
'mit dem Bestehenden.
So weit die Bemerkungen über den Werth des Planes im
Allgemeinen; Nef. wendet sich nun zu der Ausführung dessel-
ben, mit anderen Worten zu der Frage : ob wenigstens der re-
lative Nutzen, welchen eine Schrift dieser An immer noch haben
konnte, durch eine vorzügliche Bearbeitung des gewählten Stof-
fes erreicht ist? — Bei der wesentlichen Verschiedenheit, welche
zwischen der Arbeit der beiden Verff. in dieser Beziehung statt
findet, muß erst jede derselben abgesondert durchgcgangen wer»
den, che ein Gesammt-Urtheil gefallt werden mag.
Waß nun zuerst die von Aretin bearbeiteten neun Ab-
schnitte betrifft, so kann Nef. nicht anders als einen bestimm-
ten Tadel in mehr als einer Beziehung aussprechen: Lobens-
wertheS dagegen hat er nur Weniges gefunden.
Vor allem muß Jedem die große Magerkeit und Seichtig,
feit auffallen, mit welcher die sammtlichen von A. behandelten
Gegenstände bearbeitet sind. Es zeigt zwar derselbe immer viele
Belesenheit; er redet in würdiger Sprache, nicht selten selbst
Mit Begeisterung; allein eine tiefere Kenntniß der Materien
und namentlich eine eigenthümliche Ansicht über dieselben fehlt
ihm beinahe immer. Was in allen Zeitungen, in allen Flug-
schriften zu lesen ist, das bringt er, auf wenige, magere Satzs
zurückgeführt, hier wieder; er giebt ebenfalls ein Staatsrecht
„im Lichte unserer Zeit", wie sich Pölitz so naiv außdrückt.
Nef. gesteht offen - daß ihm publicistische Schriften solcher Art
unendlich zuwider sind- schon deßwegen, weil er nicht cinsehen
kann, warum sie nicht ungeschrieben blieben. Denn für welche
Classe von Lesern sind sie eigentlich bestimmt? Der gebildete
Publiclst findet gar nichts > was er nicht schon hundertmal ge-
hört und gelesen hat, und was am Ende doch nur halbwahr
ist; der Anfänger und das größere Publicum kann aber aus
io * *

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