Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 2 (1827))

3.2.11. Groos. Untersuchungen über die moralischen und organischen Bedingungen des Irrseyns und der Lasterhaftigkeit. Für Aerzte und Rechtsphilosophen. Heidelb. und Leipz. bei Groos. 1826

GrooS, Beding, des Irrseyns.

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Groos, (Or. Fr., Irrenarzt in Heldelb.) Untersuchun-
gen über die moralischen und organischen Beding»»»
- gen des ZrrseyuS und der Lasterhaftigkeit. Für Aerzte
. und Rechtsphilosophen. Heidelb. und Leipz. bei Groos.
1826. 88 S. 8. (Preis 64 Kr.)
, Der Titel .der. vorliegenden Schrift spricht ihren Inhalt
Nicht genügend aus. Die Untersuchungen über die Bedingun-
gen des Jrrstyns und der Lasterhaftigkeit gehen nur als Mittel
dem Zwecke, voraus, die Zurechnungsfähigkeit in Beziehung auf
Todesstrafe und die Zulaßigkeit der lcztcrn zu langncn. Und
eben die Tendenz, einen Beitrag zu den bestehenden Straf»
rechtsthevrien zu liefern, oder vielmehr sie inSgesammt über den
Haufen zu werfen, ist es, was der Schrift einen Plaz zur Be»
urtheilung in diesen Blattern anweist..
Herr Groos, durch mehrcre'Ahhcmdlungcn aus dem Ge-
biete der Metaphysik bereits rühmlich bekannt, geht vom Stand-
punkte des Skeptikers aus, und indem er die Trope der Ver-
schiedenheit der Lehrmeinungen auf Psychologie und Psychiatrie
und ihr Vcryaltniß zur Rechtspflege bezieht, macht er sich zur
Aufgabe, einerseits Nasse und Heinroth als die Gründer
und Repräsentanten der herrschenden verschiedenen Meinungen
über das oberste Princip der Pathologie der Scelenstörungen,
andererseits Gr oh mann und Heinroth über das Princip der
auf Rechtspflege angewandten Psychologie in seiner, des Versas,
sers, Ansicht zu vereinigen. — Der erste Abschnitt handelt von
den Bedingungen deS Jrrstyns. Nachdem, der Verfasser die'
Hauptsatze aus HeinrothS und Nasfe's Lehren gegen einan-
der gestellt, urthellt er selbst ungefähr folgendermaßen. Hein»
roth hat Recht: der Mensch muß immer, wie gesund so er»
krankt, zuoberst vom moralischen Standpunkt aus beurtheilt

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