Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 2 (1827))

z8o ’ Civil-Proceß.
cesse» Der Verf. bemerkt hier zuerst, der im Entwurf liegen-
de Unterschied zwischen dem Processe vor Einzelrichlern und
dem Processe vor Collegialgerichten könnte-auf den summari-
schen und ordentlichen Proceß in der Art übertragen werden,
daß 8er,- summarische Proceß derjenige wäre, wo der status
criNzNsaühidey mündlichen, und der ordentliche Proceß derje»
nige, wo her: 8taw8 cau8as guS den schriftlichen Verhandlun-
gen gezogen würde. — Eine weitere Bemerkung des Verf.S
bezieht sich darauf, daß mindestens ein Streitobjekt von Zoo fl.
Werth zu Begründung des ordentlichen Processes erfordert wer-
ben sollte.—Sachen, welche Eile fordern, sollten nach des
VerfassersMnsicht auf protocollarischs Verhandlung, aber nicht
immer auf. den summarischen Proceß Anspruch haben. —
Schließlich avird die vorgeschlagene Entscheidungsform im or-
dentlichen Processe als zu langweilig und gefährlich getadelt, —
In einem Anhänge gibt der Vers, die Geschichte eines nach
dem.bisherigen baicrn'schcn Processe verhandelten und sehr ver-
zögerten Processes.
»; . Schon die vorstehende Inhalts-Uebersicht zeigt, daß der
Vers, den Entwurf einer umfassenden Kritik nicht unterworfen
hat; eS lag dieß auch wohl keineswegs in seiner Absicht,
Wenn sich also der Vers, bei Mittheilung seiner Bemerkungen
über den Entwurf auch keine eigentlich wissenschaftliche Form
zum Gesetze gemacht hat, so sind doch, was das Materielle
betrift, mehrere derselben, namentlich diejenigen, welche sich
auf die Errichtung der Bezirksgerichte beziehen, von der Art,
daß sie Beachtung von Seiten des GesezgeberS verdienen,
Scheurlen,

Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer