Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

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Römisches Recht.
gen Nechtsstande des b. f. possessor, mit der Natur deS'
Frucht-ErwerbeS überhaupt übcreinstimm« (cap. 3. p. 46-—51).
Zu dem Zwecke wird nun zunächst im zwehten Buche das
Recht des b. f. possessor in seinen dreh übrigen Hauptentfal-
tUngen — so viel stellt der Vers, auf — usucapio, Publiciana
uokio und Erwerb durch den ssrvus b. kl-possessus durchge«
gangen und r) bei» der usucapio, -über welche viel- Gedachtes
vorkommt, zu zeigen gesucht, daß sie a) zu Gunsten des b. f.
possessor um seines gerechten Besitzes willen und folglich aus
Billigkeit eingeführt seh, und b) daß diese Billigkeit nicht
etwa in seinem fortgesetzten Besitze, sondern in dem Erwerbe
des civilen Besitzes der Sache liege und der Zeitablauf vielmehr
nur. aus billiger Rücksicht, apf das- jetzt- doch eigentlich- allein
vorhandene Recht des EigrnthümerS hinzugefügt sep. - (cap. 1.
P, .52i—75.) 2), Eben, so ist auch, die Publiciana actio deS
b. £ possessor' auS Billigkeit, weil er durch seinen'civilen Be-
sitz.es verdient, gleich dem Eigenthümer von jedem Besitzer seb
ne .Sache vindiciren zu dürfen, eingcführt; nur daß auch hier
wieder, vor der Usucapion'das stärkere Recht des Eigcnthümers
durch 'die exceptio.dominii sich geltend macht (cap. 2.- p. 75
^-85.).; 3) Auch-in dem Rechte durch den servus b. f. pos-
sessus zu erwerben, jedoch nur ex re sua und ex operis ser-
vi, zeigt sich ein selbstständiges, jedoch das Eigenthum nicht
ausschließendes, sondern ihm auch wieder nur naheiretendes
Recht'des b. f. possessor (cap. 3. p. 35—90.). — Das .drit-
te'Buch stellt darauf die Grundsätze über den Fruchterwerb
überhaupt, wie er sich in allen übrigen Verhältnissen ausser der
fc. f. possessio zeigt, auf. Hier wird zuerst die wichtige Be-
merkung gemacht, daß die Früchte keineswegs bloße Theile der
Sache sind, wie z. B. der Arm einer Statue, sondern aik- neue
aus-der alten Sache entstehende Sachen angesehen werden müs-
sen, welche vor ihrer Trennung zwar zu der Hauptsache gehör

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