Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

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Ri,misches Recht.

baut'scheu Ansicht über die Wirkungen der quasi pup. subst.
mothwendig aufgestellt werden müßte. Denn daß bei der Frage,
wer quasipupillansch substituiren könne, und wem so substi-
tuirl werden dürfe, die Grundsätze der pupillaris substitutio
analog anzuwenden sipen, folgt aus jener Ansicht, nach welcher
die Lücken der const. 9. de impub, subst. nach Analogie der
pupili. substitutio ergänzt werden sollen, nicht, da über jene
Fragen die const. 9. sich ja bestimmt ausspricht.
In der dritten Bemerkung (S. 112—115*) zeigt der Verf.
sehr richtig, daß zur pupillaris substitutio nicht erfordert
werde, daß das Kind schon im Augenblicke der Errichtung
desTestaments unmittelbar oder auch nur überhaupt in der
Gewalt des Subsiituirenden gestanden habe, sondern daß es
vollkommen hinrerche, wenn das Kind imAugenblicke des Tods
des Substituirenden zu ihm im Verhältnisse eines suus
oder postumus suus sich befinde. Diele sind zwar gegen diese
Ansicht. Allein der Verf. beweist seine Behauptung vollkom-
men theilö dadurch, daß ja nach den Gesetzen auch posthu-
mis suis pupillarisch substituirt werden kann (fr. % pr. D. h.
t. H. 4. J. eod.), und diese ja gerade solche sul sind, die der
Testirer zur Zeit der Testamentserrichtung entweder noch gar
nicht oder nicht unmittelbar in seiner Gewalt hatte, theils in-
dem er zeigt, daß seine Ansicht auch geradezu in manchen Stel-
len der Pandekten (fr. 2. pr. h. t. Verb.‘sed et si eos pa-
tres praecedant etc. und verb. sed et si extraneum
etc. fr. 44* h* 2. eod. verb. aut post testamentum eoe-
pit ete.) ausgesprochen ist. Deßhalb kann auch, folgert der
Verf. ganz richtig, einem erst nach Errichtung des Testamen-
tes legitimirten Kinde pupillarisch substituirt werden.
Die letzte Bemerkung endlich (S. 115. 116.) zeigt, daß
das fr. 47. D. de vulg. et pup, subst. dem Grundsätze, daß
m Pupillarsubstirut des zweiten Grades eintrete, wenn auch

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