Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

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Römisches Recht.

dann nicht mit der const. 31. und ihrer praktischen Gültigkeit
an sich, sondern mit der Streitfrage über Kraft der consueiu-
do legi contraria überhaupt zusammen, bei der freplich die,
welche Stryck's Ansicht sind, behaupten müssen, der Gesetzge-
ber könne überhaupt gar nicht für die Zukunft gewiße
Gewohnheiten, die sich bilden möchten, auf eine wirksame
Weise für ungültig erklären, da sie ja, sobald sie sich gebildet
hatten, gültige, jenem Verbot entgegengesetzte, und es aufhc-
bende Gewohnheiten waren!
In Hinsicht auf die dritte Hauptfrage entscheidet der Verf.
gewiß ganz richtig, daß, wenn nicht 7, oder nicht 7 schreilf-
kundige Zeugen zugezogen waren, der eingesetzte Erbe beweisen
muß, daß nicht mehr zu haben waren. Das Gegentheil wird
freylich häufig behauptet, namentlich auch in den beiden Mono-
graphieen über lest, rust.,, welche allein dem Nef. bekannt sind,
nämlich in der ganz schlechtenvissert. von Philippi und in der
von Stryck, aber eben blos aus dem Grunde, weil auf dem
Lande delectus personarum prasumirt werde. Der Verf. zeigt
aber, daß aber eine solche praesumtio; als gesetzliche oder juri-
siische, sich nirgends Nachweisen und verthcidigen lasse.
2) v. Löhr (Prof, kn Gießen) Bemerkungen aus der
Lehre von den Substitutionen; im Arch. f. die ci-
vil. Prar. B. IX. Nr. 7. S. 99—116.
Die erste dieser schätzbaren Bemerkungen (S. 99 —110.)
bezieht sich auf die, namentlich in einigen früheren Banden des
Archivs für civ. Prax. mehrfach besprochene Streitfrage über
die Wirkungen der s. g. quasi pupillaris substitutio^
ob sie nämlich sich blos über das Vermögen erstrecken, welches
der substituirende Ascendent dem geisteskranken Kinde hinter-
lassen habe, oder ob sie das ganze, auch anderswoher erwor-

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