Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

166 Römisches Recht.
ligt werden. Vgl. 1^. 1. h. 2. de R. V. L. 3. J. 3. de lib.
exhib. und besonders L. 39. pr. de evictt.
2) Die andern bepden Behauptungen des Verfassers haben
etwas Wahres. Allerdings nämlich kommt darauf Alles an,
was der Prator edicirt hat; denn ex edictis ius dicitur. Al-
lein unrichtig ist es a) wenn der Verf. den Unterschied der bei-
den gedachten Falle auf das lud. rescindens und rescissorium
bezieht; vielmehr ist derselbe darauf zu beziehen, ob der Pra-
tor auch durch eigene Cognition oder blos durch Anwendung
des ordentlichen Verfahrens den vorigen Rechtszustand wieder-
herstellt (S. Bem. I.). Ferner b) thut er auch Unrecht, den
Ausdruck restituam in der clausula geueralis und dabo, in
integrum restitutionem im Edikt über den falsus tutor mit
dem Ausdruck: uti quaeque res erit animadvertam gleich-
zustellen. Jener ist von dem gennchnlichen Verfahren, von dem
derPrätor ohne Grund sich nicht entfernt, zu interpretiren (auch
bep der i. i. restitutio propter metum sagte ja der praetor
nicht actionem dabo, sondern ratum non babebo und doch
ging dieß nicht auch auf praetoria cognitio^ sondern nur auf
actio und exceptio): die restitutio minorum dagegen verlang»
te eine solche besondere Sorgfalt des Prätors; wie sie denn auch
in andern Stücken vor den übrigen Restitutionen ausgezeich-
net ist.
Z) Der Verf. hat nicht bewiesen, obgleich er es behauptet,
daß in den übrigen Fallen (außer der rest. minorum u. s. w.)
nie ein pratorischeö Deoret, wodurch in integrum restituirt wur-
de, getrennt von der Ertheilung des indicii rescissorii vorge-
kommen sey; die Natur der Sache und viele Stellen unseres
Rechts sind auch dagegen. Denn warum sollte nicht, da ble
Gründe der Restitution mit der rescissorischen Klage an sich
nichts zu schaffen haben, erst über die Zuständigkeit der Resti-
tution erkannt seyn, die Parthkp aber die Ertheilung der Klage

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