Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 2 (1827))

Rechtsgeschichte.

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S a v. ^r Band die besten Hülfen, indem er daß Zeitalter, die
Männer, ihre Schriften charaklcrisirt und nachweist. Wem
sie, mit dieser Hülfe, zu'Gcbote stehen, versäume nicht, stch mit
ihnen bekannt zu machen, und, wie die einzelnen Fragen ihn
führen, zu ihnen zurückzukehren, wo er manchen dogmenge-
schichtlichen Anfangspunkt gewinnen wird, dex dann durch die
schon zugänglicher» und bekannter» folgenden Jahrhunderte, so
Viel thunlich weiter fortgcführt werde. Leicht ist die Aufgabe
auch jetzt nicht: man muß sich erst zurechtstnden in Anord-
nung, Sprech- und Denk-Weise jener Jahrhunderte, und wird
manchmal vergeblich suchen, bis hier und da Goldkörner sich
zeigen: aber wo wäre denn ein wichtiges Resultat ohne große
Mühe? und erleichtert ist sie schon sehr, durch die wichtige» An-
haltspunkte, welche S a v. gibt. Was hier im Allgemeinen ge-
sagt wurde, gilt Vorzugsweise den Proceffualisten, indem ihr
Fach, in welchem die Praxis vom Mittelalter her so wichtige
Satze gegründet, ja ganze Lehren neu geschaffen hat, in man-
chen Beziehungen im i2ten Jahrhunderte, dem an proccssuali-
scher Literatur auch besonders reichen, die ersten Keime zu neuen
wichtigen Lehren erhalten hat.
Dem hier gewünschten und empfohlnen Streben wird sich
freilich oft noch ein sehr materielles Hinderniß entgegensetzen,
der Bücher-Mangel. Diesem abzuhelfen ist eine andre Aufga-
be an unsre Zeit. Wem Handschriften von ungedrucktcn Wer.
ken der Gloffatoren zu Gebote stehen, mache sie durch zweck-
mäßige Ausgaben; wenn das unthunlich ist, wenigstens durch
verständig angelegte Auszüge zugänglicher. Auch die schon ge-
druckten Bücher sind gewöhnlich so selten, daß man neue Auf.
lagen derselben sehr zu wünschen hat, die nur, wo es irgend
angeht, besonders bei den aus schlechten Hdschr. herauSgcgeb-
nen, mit Benutzung neuer handschriftlicher Hülfen veranstaltet
werden mögen; arrch für Sammlungen aus mchrern Hdschr.

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