Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

156 Rechtsgeschichtr. .
gethan, reducirt sich auf sehr Weniges. Von den Novellen
kann bei ihm nicht die Rede sein., indem er, wie. Sav.. aus
der (handschriftlichen) Vorrede einer seiner andern Uebersetzun-
gen nachweist, in der Meinung stand, daß das Latein der No-
vellen von Justinian selbst herrühre. Auch im-Codex und den
Institutionen ist keine Spur seiner Thätigkeit. (Dort fand Hach
den übrigens ganz unbekannten Petrus de Cordona einmal als
Uebersetzer aufgeführt). Selbst in den Pandekten scheidet Sav.
die vielen Modestinifäien Stellen des 27ten Buches aus,,von
denen Acursius glaubte, daß Modestin selbst sie übersetzt habe,
und wozu es schon Jrnerische Glossen-zu geben scheint; die da-
her in früher Zeit von einem ganz Unbekannten übersetzt zm
sein scheinen. (So neu diese Behauptung ist, so richtig mag
sie sein: doch wäre zu wünschen, daß zu ihrer völligen Bestä-
tigung oder etwaigen Berichtigung alte Hdschr. des lukortla-
tmn hierüber sorgfältig verglichen würden, was in Beziehung
auf diesen Punkt Sav. nicht scheint gethan zu haben). Daß
hingegen eine Reihe andrer Stellen nicht von Bulgarus oder
Bergolinus, sondern von Burgundio übersetzt ist, wird, ausser-,
den bekannten allgemeinen Gründen, noch durch eine Reihe von
Signaturen in Hdschr. bewiesen. Die Erwartung-, daß Sav.
aus seiner ausgebreiteten Handschriften-Keimtniß bei dieser Ge-
legenheit die gesammte Art, wie im Mittelaller das Griechische
in den Pandekten behandelt worden, wohin Gehöriges Closslus
desci'ipt. cödd. Dig. yet. p. 131. sq. hat, einer Prüfung un-
terworfen hatte, ist leider nicht in Erfüllung gegangen. Die
Vergleichung dessen, was er gibt, mit dem von Clossius Ausge-
führten bestärkt mich in der Ansicht, daß man eigentlich und
hauptsächlich in diesen einzelnen Stellen das Griechische selbst
wollte, welches sich nur durch die Ungeschicklichkeit der Abschrei-
ber nach und nach verlor; und daß blos hier und da wo inan
gerade eine Stelle besonders zu verstehen wünschte, Besitzer von

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