Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

ho Rechtsg eschichtc,
bisher unbekannte Nachweisungen gegeben, die freilich noch Fei-
nesweges völlige Klarheit Hervorbringen. Wahrscheinlich wird
daraus, daß Bulgarus Ansichten, etwa wegen tieferen Eindrin,
gcnS in daß Technisch-Civilistische und trefflicher Darstellung
(os aureum) bei den eigentlichen Civilisten am meisten Eingang
fanden (denn spatere Schriftsteller tadeln fast immer die Mar-
tmischen Meinungen); daß dagegen Martinus, etwa weil er
mehr auf das Materielle der Verhältnisse mit Billigkeit achtete,
bei den 'Nicht-Civilisten besonders galt, namentlich bei den bür-
gerlichen und kanonischen Gesetzgebern, welche seine Ansichten
hier und da gesetzlich sanctionirten, und bei den Canonisten,
welche dem Tadel der Civilisten, der besonders seine aequitas
(bursalis i, e. de propria bursa durch Parallelstellen von Sav.
erklärt) zur Zielscheibe nimmt, großes Lob entgegensetzen der
sei ein spiritualis liomö; der divina lex gegen den rigor iu-
ris civilis zngethan). Diesem entspricht auch, daß, ohnerach-
tet der bestimmten Aufführung von Gosianern, doch unter den
spätem bedeutenden Civilisten fast alle zu Bulgarus Schule ge-
hören, und von den zweien (Placentinus und Vacarius), von
welchen sich vermuthen laßt, daß sie Gosianer waren, der Letz-
te gerade auch von Geistlichen zum Apostel des Civilrechts in
England gewählt, stets mit der Geistlichkeit in naher Verbin-
dung stand.
Bulgarus Schriftstellerei betr. sind zuerst seine Glosseu
nachgewiesen, und eine hübsche Zahl (52) Proben gegeben.
(Glossen mit seiner Signatur finden sich auch noch in Dig. vet.
Bamb. Hdschr. D. I. 3, Douai num. 614, Codex Stuttgar-
ter Hdschr.; ohne die Signatur, aber nach Cktaten Bulgarische
in der altern Straßburger Hdschr. der Institutionen (Prodi*,
ff. 47*)* Zu ihrer Charakterisirung wird darauf aufmerksam
gemacht, daß B. auch die Kritik des Textes beachtete, und
selbst die Inscriptione» zur Auslegung benutzte. — Hiermit zu-

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